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Kampf gegen Ausschreitungen : Fußballrandale: Was tun, wenn’s brennt?

Der deutsche Fußball diskutiert über die jüngsten Krawalle im Pokal in Dortmund und Frankfurt. Im November soll abermals ein Runder Tisch nach Lösungen suchen.

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Im Brennpunkt. An der Pyrotechnik in den Fankurven, hier abgefackelt von Kaiserslautern-Anhängern im Zweitligaspiel bei Eintracht Frankfurt, entzündet sich der schwelende Streit zwischen Fans, Polizei und Vereinen. Foto: dapd
Im Brennpunkt. An der Pyrotechnik in den Fankurven, hier abgefackelt von Kaiserslautern-Anhängern im Zweitligaspiel bei Eintracht...Foto: dapd

Der erste Satz des Jahresberichts der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (Zis) fasst die Situation eigentlich gut zusammen. Demnach bewegen sich gewalttätige Ausschreitungen beim Fußball auf einem „saisonal schwankenden, jedoch tendenziell konstant hohen“ Niveau. Zurzeit scheinen sich Krawall und Randale allerdings stark zu häufen, in Dortmund randalierten Dresdner Fans, auch bei der Partie Eintracht Frankfurt gegen Kaiserslautern gab es Ausschreitungen. Am Sonnabend wurde dann ein Dortmunder Fanbus an einer Raststätte angegriffen. Der deutsche Fußball und seine Fans scheinen sich wieder einmal in Aufruhr zu befinden.

Viele Verantwortliche haben sich in der Folge zu alarmistischen Äußerungen hinreißen lassen, die die hitzige Atmosphäre in den Stadien weiter angefacht haben. So forderte Hannovers Klubchef Martin Kind „drastische Strafen“ und dachte laut darüber nach, Bußgelder des Deutschen Fußball-Bunds auf die Eintrittspreise in der Fankurve umzulegen. Hessens Innenminister Boris Rhein (CDU) kündigte an, die Polizei werde „eine härtere Gangart gegen gewaltbereite Problemfans“ einlegen. Liga-Präsident Reinhard Rauball sagte, es dürfe „keine Denkverbote geben“ und schlug vor, Gästefans von Problemklubs bei Auswärtsspielen auszuschließen.

Als Beleg für eine steigende Tendenz zur Gewalt wird neben den aktuellen Fällen oft die Statistik der Zis herangezogen, in der 750 Fußballspiele der Saison 2010/11 ausgewertet wurden. Demnach wurden in der vergangenen Spielzeit 846 Personen verletzt, was einen neuen Höchststand darstellt. Dafür ging die Zahl der Festnahmen genauso zurück wie die Einsatzstunden der Polizei. Insgesamt sehen die Verfasser des Berichts auch bei der Zahl der potenziell gewalttätigen Fans „seit Jahren nur geringe Änderungen“. Das Magazin „11Freunde“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, das Gesamtbild sei auch dadurch verzerrt, dass die Vorbereitungen zur WM 2006 eine „unheilvolle Dynamik“ in Gang gesetzt hätten: Um möglichst vielen Polizisten Erfahrung mit Fußballspielen zu verschaffen, seien deutlich mehr Beamte im Umfeld der Bundesliga eingesetzt worden. Dadurch hätten sich Fans schikaniert und kriminalisiert gefühlt, zudem sei die Zahl der Strafverfahren in die Höhe geschnellt. Fanvertreter beklagen häufig unverhältnismäßige Polizeieinsätze – und dass sich viele Verletzte in der Statistik auch durch den übertriebenen Einsatz von Pfefferspray durch die Polizei erklären lassen.

Ein weiteres Dauerthema bleibt das Abbrennen von Pyrotechnik. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte sich zuletzt auf einen Dialog mit Ultragruppen geeinigt, um über die Legalisierung von Pyrotechnik zu diskutieren. Zu einer Annäherung kam es aber nicht, im Gegenteil: Zuletzt setzten Fans in den Stadien wieder mehr Pyrotechnik ein, um auf ein vermeintlich gebrochenen Versprechen des DFB hinzuweisen. Das Misstrauen, das vielerorts zwischen Fans, Polizei und Vereinen herrscht, bleibt somit ein Hauptproblem.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat nun Verbände, Vereine und Sicherheitsbehörden zu einem Runden Tisch am 14. November geladen. „Wir werden eine Antwort finden müssen. Denn diese Gewalteskalation ist so nicht hinnehmbar“, sagte Friedrich. Den letzten Runden Tisch zum Thema Fußballgewalt hatte Friedrichs Amtsvorgänger Thomas de Maizière (CDU) erst im April 2010 veranstaltet, damals waren Vertreter aus den Kurven nicht beteiligt. Auch jetzt deutet wenig darauf hin, dass Fans mit am Runden Tisch sitzen werden. Dabei appellieren Mitarbeiter von Fanprojekten und Forscher schon lange, die vernünftigen Kräfte in den Kurven zu stärken. Denn von oben wird der Fußball sein Gewaltproblem nicht lösen können.

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