Sport : Kampf um Tickets zu Weltmeisterschaften in Birmingham

Die Judo-Weltelite trifft sich am Wochenende in Bonn zum letzten großen Test vor den Weltmeisterschaften in Birmingham. Bei den vom Beueler Judo-Club ausgerichteten Internationalen Deutschen Meisterschaften treten über 600 Judoka aus 30 Nationen an. Fünf Wochen vor der WM haben die Sportler eine letzte Möglichkeit, ihre Form zu überprüfen und sich für Birmingham zu qualifizieren.

Nach dem Debakel bei der EM im Mai, als die deutschen Männer erstmals seit 1955 keine Medaille gewannen, steht Männer-Bundestrainer Dietmar Hötger unter Druck. Vor allem bei den Männern in den schweren Gewichtsklassen fehlt der Nachwuchs. Darum dürften die bei der EM erfolglosen Marko Spittka (Frankfurt / Oder) und Schwergewichtler Frank Möller (Marzahn) dennoch für die WM gesetzt sein. In den leichteren Gewichtsklassen werden dagegen noch einige WM-Startplätze ausgekämpft.

Ruhiger kann Frauencoach Littkopf den Wettkämpfen entgegenblicken. Sein Team erreichte in diesem Jahr das beste EM-Ergebnis seit seinem Amtsantritt 1992. Von besonderem Interesse sind in Bonn die schweren Frauen. Neben der lange verletzten Ex-Weltmeisterin Johanna Hagn (Elsdorf) kämpfen die EM-Dritte Sandra Köppen (Brandenburg) und Europameisterin Katja Gerber (Leipzig) um zwei WM-Tickets.

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