Sport : Kampfloser WM-Titel für Stefan Bradl wahrscheinlicher

Valencia - Wenn beim Saisonfinale der Motorrad-Weltmeisterschaft am Sonntag (12.15 Uhr) in Valencia die Startampel auf grün springt, liegen vor Stefan Bradl – anstatt eines entscheidenden Rennens – möglicherweise nur 27 Ehrenrunden. Denn ob Marc Marquez, sein einziger verbliebener Konkurrent um die WM-Krone, überhaupt am Rennen teilnehmen darf, entscheidet sich laut dessen Team erst am Freitagmorgen.

Der 18-Jährige Spanier leidet nach einem Sturz beim Training zum Großen Preis von Malaysia vor zwei Wochen noch immer an Gleichgewichts- und Sehstörungen. „Wenn keine Last-Minute-Verbesserung eintritt, kann ich nicht am Rennen teilnehmen“ schrieb Marquez auf seiner persönlichen Website.

Selbst wenn Marquez starten sollte, ist Bradl der Titel nur noch schwer zu entreißen. Gewinnt der spanische Lokalmatador nicht, stünde Bradl unabhängig vom eigenen Ergebnis als Weltmeister fest. Gewinnt Marquez, reicht dem Zahlinger auf dem „Circuit de Ricardo Tormo“ ein 13. Platz. Der 21-Jährige wäre der erste deutsche Motorrad-Weltmeister nach 18 Jahren. Damals holte Dirk Raudies (Biberach) den Titel in der 125er-Klasse. In Bradls Umfeld lässt man sich von den Spekulationen nicht anstecken. „Ich glaube das erst am Samstagnachmittag“, sagte Max Bradl, Stefans Onkel. dapd

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