Sport : Kanada war nicht zu schlagen Deutsches Baseballteam verpasst die WM

Regensburg - Wenn sich im kommenden Jahr die besten 16 Nationen zum World Baseball Classic in den USA treffen und den offiziellen Weltmeister ermitteln, ist das deutsche Team nur Zuschauer. Wie so oft war das Team von Bundestrainer Greg Frady nah dran und bewies, dass es mit den Top-Mannschaften mithalten kann. Am Ende blieb allerdings erneut die Erkenntnis, dass es für den ganz großen Coup nicht reicht. Zu übermächtig war Kanada im Finale bei der 1:11-Niederlage am Montagabend.

Als Top-Favorit waren die Nordamerikaner und Weltranglistenfünfte in das Qualifikationsturnier in Regensburg gestartet. Kurzen Prozess machte der amtierende Amerika-Meister mit Großbritannien und Tschechien. Die deutsche Auswahl konnte in den zwei Partien zumindest phasenweise mithalten. Trotzdem war zwischen den Kanadiern und Deutschland noch ein Klassenunterschied zu erkennen. „Kanada ist einfach in allen Belangen sehr gut“, sagte Frady und fügte hinzu: „Wir können noch viele Sachen besser machen. Man muss sich mal vorstellen, dass deutsche Spieler einmal in der Woche zwei Spiele absolvieren. Die kanadischen Profis hingegen spielen jeden Tag“, erläuterte der Amerikaner einen der Gründe.

Das Turnier in Regensburg war eine große Chance, den Sport hierzulande bekannter zu machen. Eine Qualifikation für die Endrunde wäre gar nicht hoch genug einzuschätzen gewesen. Nicht umsonst hatte Frady vorher von „der größten Errungenschaft in der Geschichte des deutschen Baseballs“ gesprochen. Insgesamt kamen 16 786 Zuschauer zu den Spielen in Regensburg, ein Erfolg. Und mit Siegen über Tschechien und Großbritannien hat die deutsche Nationalmannschaft zumindest gezeigt, dass mit ihnen in den nächsten Jahren zu rechnen sein wird. Vielleicht gelingt die Qualifikation für die nächste WM, im Jahr 2017. dapd

0 Kommentare

Neuester Kommentar