• Kapitän Giggs schießt das Tor zum 1:0-Sieg im Finale des Weltpokals gegen Palmeiras Sao Paulo

Sport : Kapitän Giggs schießt das Tor zum 1:0-Sieg im Finale des Weltpokals gegen Palmeiras Sao Paulo

Manchester United hat das Traumjahr 1999 mit dem Triumph im Fußball-Weltpokal gekrönt. Die Mannschaft von Teammanager Alex Ferguson setzte sich in Tokio gegen den Südamerika-Cupsieger Palmeiras Sao Paulo mit 1:0 (1:0) durch und sorgte für den ersten Erfolg eines britischen Teams im Weltcup überhaupt.

Kapitän Roy Keane schoss in der 35. Minute das Tor des Tages. Vorausgegangen war ein gewonnener Zweikampf des Walises Ryan Giggs gegen den früheren Bremer Junior Baiano. Den krassen Fehler von Torhüter Marcos konnte Keane locker nutzen und aus drei Metern ins leere Palmeiras-Tor schießen. Giggs wurde später als bester Spieler der Partie ausgezeichnet.

In der zweiten Hälfte besaßen die Brasilianer rund ein halbes Dutzend guter Torchancen. So vergab Alex per Kopfball ebenso in aussichtsreicher Position wie auch der eingewechselte Oseas, der an Manchesters Torhüter Mark Bosnich scheiterte.

"ManU" holte nach dem Gewinn der Champions League im Finale gegen Bayern München (2:1), der englischen Fußball-Meisterschaft und des FA-Cups den vierten Titel in diesem Jahr. Nur den europäischen Supercup gegen Lazio Rom (0:1), den Europacupsieger der Pokalsieger, hatte Manchester verpasst. "Wir mussten aufgrund der Spielweise von Palmeiras einige Risiken eingehen. Aber es hat sich ausgezahlt. Wir haben die Begegnung sehr ernst genommen und wollten unbedingt gewinnen, weil es noch keine englische Mannschaft zuvor geschafft hatte. Dieser Sieg macht uns zu Weltmeistern", sagte Ferguson. Sein Kollege Luis Felipe Solari meinte: "Manchester hat ein großartiges Team. Wir hatten große Chancen, aber Bosnich hat glänzend gehalten."

In dem seit 1960 ausgespielten Weltpokal triumphierte zum 18. Mal und fünften Mal in Folge das europäische Team. Manchester, 1968 der erste englische Europapokalsieger der Landesmeister, trat die Nachfolge von Real Madrid an. 1997 hatte Borussia Dortmund den Weltpokal errungen und für den zweiten deutschen Erfolg nach Bayern München (1976) gesorgt.

Vor 53 372 Zuschauern im ausverkauften Nationalstadion der japanischen Hauptstadt entwickelte sich zunächst eine verhalten geführte Partie, die von Fifa-Schiedsrichter Hellmut Krug aus Gelsenkirchen sicher geleitet wurde. Nach dem Rückstand bestimmten die Brasilianer deutlich das Geschehen, waren allerdings im Abschluss zu schwach. Den verletzten "ManU"-Torjäger Andy Cole vertrat der Norweger Ole Gunnar Solskjaer, der in Barcelona das Siegtor im Finale gegen den FC Bayern erzielt hatte.

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