Karlsruhe - Dortmund 0:1 : Zidan trifft, Karlsruhe trudelt

Borussia Dortmund reicht eine solide Leistung zum 1:0-Sieg im Wildparkstadion. Karlsruhe bleibt auf einem Abstiegsplatz und rutscht tiefer in die Krise.

Oliver Trust[Karlsruhe]
KSC - BVB
So einfach. Mohamed Zidan erzielt das 1:0 für Borussia Dortmund.Foto: dpa

Grundsolide, aber ohne zu glänzen kam Borussia Dortmund beim Karlsruher SC zu drei Punkten. Nach dem 1:0 (1:0)-Sieg steuert der BVB weiter in Richtung Uefa-Cup-Plätze, während sich der KSC auf einen langen Abstiegskampf einstellen muss. Mohamed Zidan gelang in der 19. Minute vor 29 600 Zuschauern im Wildparkstadion das Tor des Abends. Für den KSC war es bereits das achte Spiel ohne Sieg.

Die Dortmunder kontrollierten weite Teile der ersten Hälfte. Das auch, weil der KSC zu ungenau agierte, sich viel zu viele Fehlpässe leistete und im Mittelfeld die Mehrzahl der Zweikämpfe verlor. Dortmunds Regisseur Tamas Hajnal, vergangenen Sommer aus Baden zur Borussia gewechselt, bekam der KSC nie wirklich in den Griff. Selbst bei Eckbällen oder Freistößen konnten die Karlsruher dem BVB nicht gefährlich werden. Statt auf Angriffe über die Flügel zu setzen, versuchte es der KSC mit einfallslos in die Mitte geschlagenen hohen Bällen, die Dortmunds Innenverteidiger Neven Subotic und Mats Hummels stets abfingen.

Die verdiente Führung für den BVB fiel, als Hajnal eine scharfe Flanke auf Zidan zirkelte und der Ägypter vor Torwart Markus Miller und Verteidiger Tim Sebastian den Ball erreichte. Die Dortmunder spielten den schwachen Gegner keineswegs an die Wand, es sah eher grundsolide aus, was der BVB bot. Doch diese Strategie des minimalen Aufwandes reichte aus.

Zu Beginn der zweiten Hälfte verstärkte der KSC seine Angriffe. Das wiederum eröffnete Dortmund neue Kontermöglichkeiten, weil der KSC mit mehr Risiko ans Werk ging, meist aber harmlos blieb. In der 57. Minute scheiterte Nuri Sahin an Miller, später auch Jakub Blaszczykowski. Die größte Chance des vergab Lars Stindl gegen Dortmunds Torhüter Roman Weidenfeller (63.).

In Karlsruhe wird nun über Neuzugänge in der Winterpause spekuliert. Einer der Kandidaten ist neben dem Münchner Toni Kroos und dem Gladbacher Sascha Rösler der Dortmunder Giovanni Federico, der vom KSC nach Westfalen wechselte, sich dort aber nicht durchsetzen konnte. In Karlsruhe stand er nicht mal im Kader. In Dortmund ist zudem weiter mit schlechter Stimmung zwischen Alex Frei und Trainer Klopp zu rechnen. Der Schweizer saß lange nur auf der Bank, obwohl er sich am Rande des Länderspiels der Schweiz gegen Finnland öffentlich über seine „nicht wahnsinnig tolle“ Situation beschwert hatte.

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