Sport : Karlsruhe feiert in Rostock

Der Aufstieg nach dem 2:1 für den KSC fast sicher

Sven Goldmann

Rostock - Um kurz nach zehn gab es gestern eine kleine Aufstiegsparty im Ostseestadion, aber die 22 000 Rostocker Zuschauer feierten nicht mit. Sie hatten sich das anders vorgestellt: Ihre Mannschaft sollte den Sprung in die Bundesliga schaffen, nicht die des Karlsruher SC, die das Spitzenspiel der Zweiten Liga 2:1 (1:0) gegen den FC Hansa Rostock gewann und nur noch unter Zurhilfenahme mathematischer Verrenkungen am Aufstieg zu hindern ist. Für den Tabellenzweiten Hansa wird es dagegen noch einmal eng. Nur vier Punkte sind es bis zum vierten Platz.

Rostock war in einem fußballerisch eher bescheidenen Spiel zwar die aktivere Mannschaft, aber nicht die bessere. Ohne den gesperrten Kapitän Stefan Beinlich lief kaum etwas zusammen. Da auch der KSC auf fremden Platz nicht allzu viel in die Offensive investieren wollte, erinnerte wenig an den Schlagabtausch, den sich beide Teams beim 4:4 im Hinspiel geliefert hatten. Eine halbe Stunde lang tat sich so gut wie gar nichts, bis dann der KSC seine Klasse aufblitzen ließ. Aus einer harmlosen Situation verlängerte Giovanni Federico den Ball zu Edmond Kapllani, der frei vor Rostocks Torhüter Mathias Schober zum 1:0 vollendete. Es war das 16. Saisontor des Albaners, der damit an der Spitze der Torschützenliste mit Vorlagengeber Federico gleichzog.

Im Gegenzug drosch Hansas Torjäger Enrico Kern über das leere Tor, es war die erste Rostocker Chance überhaupt. Die zweite nutzte Zafer Jelen zum 1:1 – sein mit viel Effet getretener Freistoß brachte Hansa zurück ins Spiel. Doch nur fünf Minuten später schaffte Mario Eggimann mit einem artistischen Kopfball den Karlsruher Siegtreffer.

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