Sport : Karlsruhe zittert sich auf Platz vier

In einem schwachen Bundesligaspiel besiegt der KSC den MSV Duisburg 1:0

Oliver Trust

Karlsruhe - Am Ende war es wieder kein Stürmertor des Karlsruher SC, das zum 1:0-Sieg über den MSV Duisburg führte. In der 29. Spielminute war es Abwehrchef und Kapitän Mario Eggimann, der den Karlsruhern im Aufsteigerduell mit seinem Kopfball bereits den siebten Sieg am zwölften Spieltag der Fußball-Bundesliga bescherte.

Auf ihre Abwehrspieler können sich die Badener eben verlassen. Das gestrige Tor war das fünfte Tor des Innenverteidigerduos Eggimann und Maik Franz. Karlsruhes Stürmer jedoch stecken weiter im Tief. Sebastian Freis traf erst einmal und Edmond Kapllani, der meist als einzige Spitze aufgeboten wird, traf bisher kein einziges Mal. Gegen Duisburg vergab der Albaner eine ganze Reihe von Chancen und am Ende gar einen Foulelfmeter in der 87. Spielminute. Für sein Foul an Tamas Hajnal sah der Duisburger Jörg Schlicke von Schiedsrichter Felix Brych die Rote Karte, weil der dessen Aktion vor 27 714 Zuschauern im Wildparkstadion als Notbremse wertete.

Duisburg steigerte sich zwar nach einer ersten Hälfte ohne jegliche Torchance und einer spielerisch äußerst schwachen Leistung, aber auch die Einwechslung des Brasilianers Ailton brachte keine Wende mehr. Der KSC zitterte sich mit reichlich Glück zum Sieg und steht jetzt auf Rang vier der Tabelle. KSC-Trainer Edmund Becker war gestern allerdings nicht so ganz zufrieden. „In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt, hätten aber vielleicht das zweite Tor machen müssen“, sagte er. Da hatte sein Duisburger Kollege ganz andere Probleme. Rudi Bommer, der Trainer des Tabellensiebzehnten, sagte: „Die Niederlage ist sehr schmerzlich. Jetzt steht uns das Wasser bis zum Hals.“Oliver Trust

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