Karlsruher SC : Torwart verprügelt Mitspieler

Nach dem 1:0-Auswärtssieg des Karlsruher SC in Frankfurt ist es auf dem Platz zu einem Eklat gekommen. KSC-Torwart Markus Miller und Mannschaftskamerad Bradley Carnell lieferten sich ein Handgemenge.

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Schlagende Argumente: Diskussion über das Defensiv-Verhalten -Foto: ddp

KarlsruheEigentlich sollte die Stimmung nach einem Auswärtssieg auf dem Höhepunkt sein. Doch beim Karlsruher SC war nach dem gestrigen Erfolg bei Eintracht Frankfurt vorerst nichts davon zu spüren. Zwischen Miller und Carnell kam es unmittelbar nach dem Schlusspfiff zu einer Prügelei.

Miller hatte sich speziell in der zweiten Halbzeit über das Defensiv-Verhalten von Carnell geärgert. Nach dem Spiel gingen sich dann beide an die Wäsche, sogar die Fäuste flogen. Torwarttrainer Peter Gadinger musste schlichten.

Keine Geldstrafe

Miller und Carnell müssen trotz des Eklats aber wohl keine Sanktionen durch ihren eigenen Klub befürchten. "Es wird keine Geldstrafe geben. Der Vorfall ist geklärt und die Sache aus der Welt geschafft", sagte KSC-Coach Edmund Becker nach einem Gespräch mit beiden Spielern. Nach der Rauferei gaben sich auch beide Beteiligte wieder versöhnlich. "Das war nur eine kurze Meinungsverschiedenheit. Nach so einer Partie ist viel Adrenalin drin", erklärte Miller: "Bis zum nächsten Spiel am Samstag gegen Borussia Dortmund ist das ausgeräumt."

In Karlsruhe wird Miller immer wieder mit Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn verglichen, der seine Karriere beim KSC begonnen und dort von 1987 bis 1994 zwischen den Pfosten gestanden hatte. Der Vergleich mit Kahn wird nicht nur wegen Millers starker Leistungen bemüht - sondern auch aufgrund seines ungezügelten Temperaments. (mit sid/dpa)

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