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Karlsruher SC - Union Berlin 3:2 : Ein Tor wie eine Saison

Durch einen kuriosen Gegentreffer verliert der 1. FC Union 2:3 beim Karlsruher SC - und blieb vieles schuldig.

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Wirkte nur selten sicher gegen die Karlsruher Angriffe: Die Abwehr von Union Berlin. Foto: dpa
Wirkte nur selten sicher gegen die Karlsruher Angriffe: Die Abwehr von Union Berlin.Foto: dpa

Nach dem Abpfiff begann im Strafraum des 1. FC Union Berlin das große Diskutieren und Trösten. Verteidiger Michael Parensen umarmte Schlussmann Daniel Haas im Gespräch. Torwarttrainer Holger Bahra eilte nach der verdienten 2:3 (0:0)-Niederlage beim Karlsruher SC auch noch hinzu. Die Fußballer des Zweitligisten diskutierten vor allem über den Treffer zum vorentscheidenden 1:2 von Kai Schwertfeger in der 71. Minute, als sich mehrere Unioner im Tiefschlaf befanden.

Schwertfeger nahm einen Abpraller vom Rücken von Björn Kopplin auf und drückte den Ball über die Linie. "Es ist kurios, wie wir es schaffen, den Gegner zu Toren einzuladen. Wir haben es geschafft, die letzten Wochen noch mal zu toppen und ein noch kurioseres Gegentor bekommen", beschrieb Trainer Uwe Neuhaus die Situation beim 2:1 vor 15 557 Zuschauern. "Drei Mann weigern sich den Ball zu nehmen, gucken zu und verhalten sich nicht konsequent in der Situation."

Sinnbild für die ganze Rückrunde

Unions Kapitän Torsten Mattuschka, der nur eingewechselt wurde, sagte: "So wie das Spiel gelaufen ist und wie wir das Tor gekriegt haben, das steht sinnbildlich für die gesamte Rückrunde." Und irgendwie auch für die ganze Saison. Union verlor am Sonnabend zum dritten Mal in Folge. In Karlsruhe blieben die Berliner vieles schuldig, auch nachdem Benjamin Köhler per Foulelfmeter die 1:0-Führung des KSC durch Gaetan Krebs ausgeglichen hatte.

"Wenn man solche Tore bekommt, kann man wenig und fast nirgends Punkte holen. Wir waren gerade am Drücker und im Kommen", ärgerte sich Mattuschka. Nach dem 3:1 durch Rouwen Hennings brachte Mattuschka mit einem weiteren Foulelfmeter sein Team auf 2:3 heran. Doch Unions Rumpfmannschaft, die auf die angeschlagenen Patrick Kohlmann und Martin Dausch verzichten musste, war über 90 Minuten gesehen auch nicht stark genug, um noch etwas Zählbares mitzubringen.

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