Karriereende : Torsten Frings hört im Sommer auf

Torsten Frings beendet im Sommer seine Fußball-Karriere. Der ehemalige Nationalspieler will seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bei den Bremern nicht verlängern. Trainer Thomas Schaaf und Clubchef Klaus Allofs seien über die Entscheidung bereits in Kenntnis gesetzt worden, so der Mittelfeldspieler.

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Torsten Frings beendet im Sommer seine Karriere. „Ich werde 35 Jahre - ich möchte nicht mehr, es reicht“, sagte der Kapitän von Bundesligist Werder Bremen der „Kreiszeitung Syke“ (Montag). Demnach seien Trainer Thomas Schaaf und Clubchef Klaus Allofs bereits über seinen Entschluss informiert, den im Sommer auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängern zu wollen. „Wir werden noch ein Gespräch führen, daher steht meine Entscheidung noch nicht zu 100 Prozent fest, doch die Tendenz geht ganz deutlich in die Richtung, dass ich aufhöre“, sagte der Mittelfeldspieler.

   Ursprünglich hatte der 79-fache Nationalspieler eine nochmalige Vertragsverlängerung um ein Jahr im Auge gehabt. Offensichtlich trug auch der schlechte Saisonverlauf der abstiegsbedrohten Bremer zu einem Umdenken bei. „Ich habe lange, sehr lange überlegt“, sagte der
34-Jährige, der seine Entscheidung bereits nach dem 1:3 Ende Januar gegen Bayern München getroffen hatte.

   Eigentlich wollte Frings dies wegen der derzeitigen Krise weiter für sich behalten, doch sei der Druck zuletzt zu groß geworden. „Fast täglich hat irgendeiner bei mir angerufen oder mich gefragt, ob ich nun bleibe oder nicht“, erklärte der in Würselen bei Aachen geborene
Profi.

   Was Frings ab Juli macht, ist noch unklar. Engagements bei anderen Clubs oder in den USA schloss der Mittelfeldspieler aber aus. Möglich ist eine Weiterbeschäftigung bei Werder. Clubchef Allofs hatte zuletzt immer wieder betont, Frings einbinden zu wollen.

   Frings absolvierte bislang 392 Bundesligaspiele für Werder, Bayern München und Borussia Dortmund. 2002 wurde er mit Deutschland Vize-Weltmeister und vier Jahre später bei der WM im eigenen Land Dritter. Vor gut einem Jahr war er von Bundestrainer Joachim Löw in
der Nationalmannschaft aussortiert worden. (dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben