Sport : Kein Dopingtest, kein Olympia

Verschärfte Auflagen für deutsche Athleten

Hamburg - Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat die Nominierungskriterien für die Olympischen Spiele 2008 in Peking verschärft. Demnach wird kein Sportler nominiert, der zwei Mal gegen die Meldepflicht verstößt und damit unangekündigte Dopingkontrollen im Training verpasst.

Nach einem Präsidiumsbeschluss werden zudem Dopinggeständnisse wie positive Kontrollen gewertet und schließen eine Olympia-Teilnahme aus. Daher hätte Radprofi Erik Zabel nicht für Peking nominiert werden können, hätte er nicht bereits selbst auf eine Olympia-Teilnahme verzichtet. Grundsätzlich hält der DOSB bei seiner Nominierung am Prinzip des „Leistungsnachweises einer begründeten Endkampf-Chance“ fest.

Das DOSB-Präsidium hatte seine Nominierungsgrundsätze nach den Dopinggeständnissen zahlreicher Radsportler im Juli überarbeitet und am Regelwerk der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) orientiert. Die Nada sieht schärfere Sanktionen als die Welt-Anti-Doping-Agentur vor. Laut Nada-Code wird der erste Verstoß gegen die Meldepflicht mit einer öffentlichen Verwarnung sanktioniert. Beim zweiten Verstoß folgen drei Monate und beim dritten Verstoß ein Jahr Sperre. dpa

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