Sport : Kein Durchkommen

Die Füchse Berlin verzweifeln am gegnerischen Handball-Torwart und verlieren 29:32 in Kielce.

Emanuel Polke

Kielce - In der Hala Legionow wurde das Spiel gegen die Füchse Berlin als Höhepunkt des Jahres angekündigt. Dementsprechend lange war die „Handballhölle“ in der polnischen Stadt auch schon ausverkauft. ImVergleich zur Partie in Veszprem wurden die Gäste jedoch nicht freundlich, sondern mit Pfiffen begrüßt.

Die Berliner Mannschaft des Jahres 2011, die am Samstag in Abwesenheit geehrt wurde, ließ sich davon scheinbar beeindrucken. Nach einer guten ersten Halbzeit mussten sich die Füchse bei KS Vive Targi Kielce 29:32 (17:15) geschlagen geben und kassierten in der Champions League im siebten Gruppenspiel die dritte Niederlage. Bester Füchse-Werfer war Ivan Nincevic mit acht Treffern.

„Wir haben gut gespielt und hatten die Chancen, haben sie aber gegen Marcus Cleverly nicht rein machen können“, lobte Füchse-Regisseur Bartlomiej Jaszka Kielces überragenden Torwart.

Damit ist in der Gruppe B wieder alles offen, da Kielce auf einen Punkt zum Dritten Tschechow und Vierten Berlin aufgeschlossen hat. In der Sechser-Gruppe kommen die vier besten Teams weiter. Im Februar geht es für die Füchse zu Hause gegen Tschechow weiter.

Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel auf ausgeglichenem Niveau. Bei den Berlinern überzeugten vor allem die Rückraumakteure Sven-Sören Christophersen und Alexander Petersson mit guten Aktionen. Gemeinsam mit einem bis dahin stark spielenden Silvio Heinevetter erspielten sich die Gäste eine 12:10-Führung nach 22 Minuten. Nach der Unterbrechung konnten die Gäste sogar auf 16:12 erhöhen, doch Kielce setzte nach und legten einen 3:0-Zwischenspurt ein. Dennoch verteidigten die Berliner ihre Führung und gingen mit zwei Toren Vorsprung in die Pause.

Danach waren es allerdings die Gastgeber, die druckvoller agierten. Grzegorz Tkaczyk steuerte nach dem Wiederanpfiff zwei Treffer bei und brachte sein Team zurück in die Partie. Im Kielcer Tor stand nun Marcus Cleverly, nachdem Slawomir Szmal in der ersten Hälfte nicht überzeugte. Der Däne kam gleich gut ins Spiel und brachte die Füchse-Werfer ein ums andere Mal zur Verzweiflung. Nach 40 Minuten gab dann auch Dagur Sigurdsson einigen seiner Spieler eine Pause.

Doch auch der Wechsel auf der rechten Angriffsseite mit Mark Bult und Johannes Sellin zeigte zunächst keine Wirkung. Auch die neuen Werfer scheiterten immer am stärker werdenden Clevery. Beim 22:21 ging Kielce in Führung. In der Defensive versuchte Sigurdsson es nun mit Torwart Petr Stochl für Heinevetter. Doch im Angriff lief bei den Füchsen nichts mehr zusammen. Das 29:26 war die Vorentscheidung. Es gelang Berlin nicht, sich noch einmal zurück zu kämpfen. Den Rest erledigte Cleverly. Emanuel Polke

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