Sport : Kein Prozess um das Istaf-Fax: Zog Franke Einspruch zurück?

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Berlin - Der Prozess gegen Stephane Franke ist offenbar geplatzt. Mehrere Zeugen, die für das am Dienstag terminierte Verfahren um das so genannte Istaf-Fax vor dem Amtsgericht Tiergarten geladen waren, wurden wieder ausgeladen. Hintergrund soll die Rücknahme des Widerspruchs von Franke gegen seinen Strafbefehl wegen Urkundenfälschung sein. Christoph Kopp, früher Präsident des Berliner Leichtathletik-Verbandes, der als Zeuge geladen war, sagte dem Tagesspiegel: „Ich wurde vom Amtsgericht ausgeladen. Als Begründung wurde gesagt, Herr Franke habe den Widerspruch gegen den Strafbefehl zurückgezogen.“ Franke, der alle Vorwürfe stets bestritten hatte, war gestern nicht zu erreichen.

Justizsprecher Arnd Bödeker konnte nicht bestätigen, dass das Verfahren geplatzt sei, weil er zuständige Stellen nicht erreichte. Franke wird vorgeworfen, das Fax gefälscht zu haben, das 2002 vor der Wahl des Austragungsortes der Leichtathletik-WM 2005 an Delegierte des Weltverbandes IAAF verschickt worden war und dort Unruhe ausgelöst hatte. In dem Fax wurde die Berliner Politik wegen angeblich mangelnder Unterstützung des Sportfestes Istaf massiv kritisiert. fmb

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