Sport : Kein Sieg, keine Panik

Berlin Thunder spielt in Frankfurt – und Trainer Vaas bleibt ruhig

Ingo Wolff

Berlin. Peter Vaas hat ein wenig Ähnlichkeit mit George Clooney – rein äußerlich, versteht sich. Mit seinen Haaren und seiner Mimik kommt er dem Schauspieler manchmal nahe. Ein bisschen Showtalent besitzt der Trainer von Berlin Thunder außerdem. Das muss er auch, sonst ließen sich die ewig gleichen Floskeln nicht so gut verkaufen.

In den ersten beiden Jahren legte der 52-jährige Amerikaner mit Berlin Thunder jeweils einen katastrophalen Saisonstart hin. Damals regten sich die Menschen noch auf, sie schimpften – jetzt aber ist die Situation anders. Vaas’ Statement über ein Spiel besteht aus zehn Standardsätzen, Widerspruch erntet er kaum noch. Die Footballer von Berlin Thunder haben gegen Scottish Claymores und Rhein Fire verloren. Jetzt, vor dem heutigen Spiel bei Frankfurt Galaxy (19.45 Uhr im DSF), sagt Vaas: „Abgesehen von unserer 0-2-Bilanz bin ich sicher, dass wir ein qualitativ gutes Team sind und uns weiterhin von Woche zu Woche verbessern werden.“

Wer will ihm diesen Optimismus übel nehmen? In den letzten beiden Jahren hat es der Cheftrainer geschafft, trotz schlimmer Auftaktniederlagen doch den World Bowl zu gewinnen. Die Saison dauert zehn Wochen, am 14. Juni findet in Glasgow das Finale statt. Und die Berliner können es noch schaffen, auch wenn sie heute gegen den Tabellenführer verlieren sollten.

Doch es gibt entscheidende Unterschiede zur Vorsaison: Zum einen gibt es keinen so guten Spielmacher, wie es in der vergangenen Saison Jonathan Quinn war. Trotzdem sagt Vaas: „Wir haben ein ähnlich gutes Team wie im Vorjahr.“ Noch stimme das Zusammenspiel nicht exakt, „aber jetzt müssen wir uns am eigenen Schopf aus der Situation herausziehen“. So einfach ist das also: Alles wird gut. Ob gegen Frankfurt die Wende gelingt, ist fraglich. Die Hessen haben die ersten Spiele gewonnen und traditionell eine laute Kulisse im Rücken.

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