Sport : Kein Sieg, keine Werbung

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War der Herr Hoeneß da? Nein, Herr Hoeneß war nicht da. Vielleicht ist es ja besser so gewesen. Herthas Jugendnationalspieler Sofian Chahed sagt: „Wir haben heute ein bisschen ängstlich gespielt“. Dieter Hoeneß, der Manager des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC, hätte sich da am Sonntagnachmittag nur geärgert. Da verlor Herthas A-Jugend im Viertelfinalhinspiel um die deutsche Meisterschaft gegen den VfB Stuttgart 1:2 und muss nun am Mittwoch das Rückspiel gewinnen, um das Halbfinale zu erreichen.

Zumindest Holger Gehrke stand am Spielfeldrand. Er wird in der kommenden Saison neuer Kotrainer bei den Profis. Und mit Jörg Neubauer hatte sich auch einer der prominentesten Spielerberater auf dem Sportplatz blicken lassen. Gute Werbung aber hat Herthas A-Jugend nicht gemacht. „Wir resignieren nicht, aber wir können besseren Fußball spielen“, sagt Trainer Michael Wolf. Nach einer Stunde lagen die Stuttgarter schon 2:0 in Führung, erst dann „spielten wir aggressiver, mutiger“, sagt Chahed. Doch der Anschlusstreffer von Martin Weller war zu wenig. Zudem hat sich auch noch Hakan Balta, neben Chahed eines der stärksten Talente, am Knöchel verletzt. „Sieht nicht gut aus“, sagt Trainer Wolf. „Hakan hat es knacken gehört.“ Am Montag wird Balta von Herthas Vereinsarzt Ulrich Schleicher untersucht.

Die Zuschauer sehnten sich nach der B-Jugend zurück. Diese hatte zwei Stunden zuvor Schalke 04 3:2 geschlagen, in Unterzahl wohlbemerkt, da Oliver Hampe eine Viertelstunde vor Abpfiff die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. In der Nachspielzeit traf aber Herthas Aziz Bozkurt doch noch per Foulelfmeter zum 3:2. Im Rückspiel reicht nun ein Unentschieden. Andre Görke

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