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Kein Sieger im Sonntagsspiel : 2:2 zwischen Hannover und Schalke

Hannover 96 hat im Sonntagsspiel der Bundesliga zunächst eine Führung aus der Hand gegeben, gegen teilweise stark aufspielende Schalker aber doch noch einen Punkt erkämpft.

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Viel Einsatz aber keinen Sieger gab es in der Partie zwischen Hannover 96 und Schalke 04.
Viel Einsatz aber keinen Sieger gab es in der Partie zwischen Hannover 96 und Schalke 04.Foto: dapd

Hannover. Die vielen negativen Worte, die Huub Stevens nach dem Abpfiff bemühte, ließen seinen Ärger zumindest erahnen. „Es ist schade. Und über 90 Minuten gesehen enttäuschend. Wir haben uns für ein gutes Spiel nicht belohnt“, meinte der Trainer des FC Schalke 04, dem es schwer fiel, dem 2:2 (0:1) bei Hannover 96 etwas Positives abzugewinnen. Der meist grummelige Stevens schafft es selbst nach wirklich guten Spielen in der Fußball-Bundesliga nicht, Charme und Freude zu versprühen. Aber der Ernst, mit dem er die Analyse eines sehenswerten Remis vortrug, dürfte auch mit den großen Ambitionen seines Klubs zusammenhängen. Schalke möchte unbedingt ernsthafter Titelanwärter sein. Bei einem heimstarken Team wie Hannover einen Punkt zu entführen – wen das nicht glücklich macht, der fühlt sich zu Höherem berufen. 

Kurz vor der Halbzeit hatten sich die spielerisch überlegenen Gäste zum ersten Mal überrumpeln lassen. Als der langjährige Schalker Christian Pander einen seiner berühmten Freistöße auf die Reise gebracht hatte, war Hannovers neuer Innenverteidiger Felipe völlig unbedrängt vor Torhüter Timo Hildebrand aufgetaucht. Der Brasilianer schaffte es mit einem Kopfball, den Gastgeber in Führung zu bringen. Felipe ist in der Bundesliga noch gar nicht richtig angekommen. Seit seinem Wechsel von Standard Lüttich begleiten ihn erhebliche Anpassungsprobleme. „Aber ich bin sehr froh, dass er nach der Kritik an sich sein Tor gemacht hat.

Die Bilder des ersten Bundesliga-Spieltags:

Der erste Bundesligaspieltag in Bildern
Ein Lockenkopf sorgt für Wirbel. Hannovers Neuzugang Felipe, hauptberuflich Innenverteidiger, traf per Kopf zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung gegen Schalke 04. Am Ende stand es 2:2...Weitere Bilder anzeigen
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26.08.2012 19:39Ein Lockenkopf sorgt für Wirbel. Hannovers Neuzugang Felipe, hauptberuflich Innenverteidiger, traf per Kopf zur zwischenzeitlichen...

Denn er ist ein sehr präsenter und aggressiv agierender Verteidiger“, sagte 96-Trainer Mirko Slomka, der sich als kleiner Gewinner eines großen Fußballabends vor 49 000 Zuschauern fühlen durfte. Er hatte nicht nur den umstrittenen Felipe von Beginn an mitspielen lassen, sondern mit dem Schweizer Adrian Nikci auch noch einen weiteren Torschützen eingewechselt. Der zweite Bundesliga-Novize im hannoverschen Team erzielte nach Vorarbeit des starken Jan Schlaudraff zehn Minuten vor dem Abpfiff das 2:2. 

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Bei den Antworten auf die böse Frage, was eigentlich mit dem zwischenzeitlichen 2:1-Vorsprung des FC Schalke 04 und dessen spielerischer Überlegenheit geschehen war, fiel immer wieder ein Name. Nationalspieler Ron-Robert Zieler, der das Tor von Hannover 96 mit bemerkenswerter Ruhe und Übersicht hütet, bewahrte seine Mannschaft vor vielen weiteren Gegentoren. Lediglich beim 1:1 von Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (52.), der einen Konter mit einem erfolgreichen Solo abgeschlossen hatte und bei einem Kopfball des kleinen Lewis Holtby (64.) war der Schlussmann machtlos. 

Video: Schalkes Heldt will Meister werden

Der Start in die 50. Bundesligasaison bleibt in beiden Klubs von Problemen hinter den Kulissen begleitet. In Hannover überlagert die zentrale Frage, ob Slomka seinen auslaufenden Vertrag als Trainer verlängert, die allgemein gute Stimmung. Präsident Martin Kind wagte kurz vor dem Anpfiff die Prognose, dass Slomka ihm zu 80 bis 90 Prozent erhalten bleibt. Der FC Schalke 04 wiederum plagt sich mit der Sorge herum, ob Ausnahmekönner Huntelaar dem Verein langfristig erhalten bleibt.

Der beste Angreifer der Liga, der in der vergangenen Spielzeit 29 Treffer erzielt hat, steckt immer noch mitten in Vertragsverhandlungen mit seinem Klub. Dass Huntelaar in Hannover den auf der Ersatzbank platzierten Benedikt Höwedes als Mannschaftskapitän vertrat, ändert nichts daran, dass auch seine Zukunft über 2013 hinaus ungeklärt ist. „Wir stehen mit unseren Argumenten ganz gut da“, findet Schalkes Sportdirektor Horst Heldt und gibt sich alle nur erdenkliche Mühe, das Thema nicht zum ständigen Begleiter der Schalker Mannschaft werden zu lassen.  

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