Sport : Kein Tag für die Bundesliga

Hamburg, Freiburg und Leverkusen scheitern

Nach Borussia Mönchengladbach am Dienstagabend sind am Mittwoch weitere Bundesligisten überraschend in der 2. Runde aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Der SC Freiburg unterlag beim FC Augsburg 0:1, Bayer Leverkusen verlor beim 1. FC Kaiserslautern 1:2, der Hamburger SV schied im Elfmeterschießen beim VfL Osnabrück aus. Der VfB Stuttgart entging beim 3:1 nach Verlängerung beim Viertligisten VfB Lübeck nur knapp einer Blamage. Das Bundesliga-Duell gewann der 1. FC Köln 3:2 gegen den VfL Wolfsburg. Werder Bremen setzte sich gegen den Zweitligisten FC St. Pauli beim 2:1 ohne größere Probleme durch, ebenso wie Eintracht Frankfurt beim 6:4 gegen Alemannia Aachen.

Der Hamburger SV, Tabellenführer der Bundesliga, hatte beim VfL Osnabrück schon nach Toren von Niels Hansen und Benjamin Siegert 0:2 zurück gelegen und konnte froh sein, durch die Tore von Mladen Petric und Piotr Trochowski per Handelfmeter in der Nachspielzeit überhaupt die Verlängerung erreicht zu haben. Da brachte Guy Demel die über weite Strecken enttäuschenden und überheblichen Hamburger erstmals in Führung, doch das reichte trotzdem nicht, weil Henning Grieneisen wieder ausglich. Im Elfmeterschießen vergaben dann die Hamburger Robert Tesche und Petric.

Durch späte Treffer von Julian Schieber in der regulären Spielzeit und Sami Khedira und Cacau in der Verlängerung hat sich der VfB Stuttgart doch noch beim Viertligisten VfB Lübeck mit 3:1 durchgesetzt. Vor 16 500 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Lohmühle hatte Bastian Henning die leidenschaftlich kämpfenden Lübecker früh in Führung gebracht, die die enttäuschenden Schwaben lange am Rande der Niederlage hatten.

Bayer Leverkusen geriet auf dem Betzenberg in Kaiserslautern nach nur zwölf Minuten durch Sidney Sam in Rückstand. Bis dahin war Leverkusen überlegen gewesen. In dem hitzigen Spiel vor 33 712 Zuschauern zwischen den noch ungeschlagenen Tabellenzweiten der Zweiten Liga und der Bundesliga gelang Erik Jendrisek in der zweiten Halbzeit das 2:0. Der eingewechselte Theofanis Gekas konnte für die technisch überlegenen Leverkusener fünf Minuten vor dem Ende nur noch auf 1:2 verkürzen.

In der Bundesliga hat der SC Freiburg seine vergangenen beiden Auswärtsspiele in Schalke (1:0 ) und Berlin (4:0) gewonnen, beim Zweitligisten FC Augsburg gab es für die Breisgauer gestern aber nichts zu holen. Vor 12 024 Zuschauern umspielte Daniel Brinkmann nach einer Stunde auf engstem Raum drei Freiburger und traf zum 1:0 für die Schwaben, die sich den Sieg durch eine couragierte Leistung verdienten.

Der überragende Manasseh Ishiaku hat dem 1. FC Köln den 3:2-Sieg gegen den Deutschen Meister VfL Wolfsburg gebracht. Der Nigerianer brachte die Kölner in der ersten Halbzeit mit zwei Toren 2:0 in Führung. Nach dem Wolfsburger Anschlusstreffer durch Edin Dzeko erhöhte Sebastian Freis auf 3:1, Sascha Riether verkürzte noch auf 2:3. In der Schlussphase des packenden Pokal-Fights wurde VfL-Trainer Armin Veh wegen Meckerns auf die Tribüne geschickt. Wolfsburgs Marcel Schäfer sah in der Nachspielzeit Gelb-Rot.

Pokalverteidiger Werder Bremen setzte sich im Nord-Duell gegen den Zweitligisten FC St. Pauli spät durch. Der Brasilianer Naldo stellte nach einer Ecke neun Minuten vor dem Ende mit seinem Treffer zum 2:1 (1:0) den Sieg sicher. Kurz zuvor hatte St. Paulis Spielmacher Charles Takyi die Bremer Führung Aaron Hunt aus der ersten Halbzeit mit einem Nachschuss nach einem Fallrückzieher von Marius Ebbers ausgeglichen.

Dank zweier schneller Tore zu Beginn jeder Halbzeit hat Eintracht Frankfurt am Ende 6:4 (3:1) gegen Zweitligist Alemannia Aachen gewonnen. Vor 27 450 Zuschauern zeigte der Bundesligist dabei aber besonders in der Defensive eklatante Schwächen. dpa

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