Sport : Kein Tor im Duell der Trainer

Dortmund und Mainz trennen sich 0:0

Felix Meininghaus

Dortmund - Die Sache war groß angekündigt als Duell der Trainer. Klopp gegen Tuchel, der alten Mainzer Held gegen den neuen, das war das, was den 74 600 Zuschauern im Dortmunder Stadion avisiert worden war. Doch dann ist es doch nur ein ganz normales Fußballspiel geworden. Und zwar eines mit äußerst überschaubarem Erinnerungswert. 0:0 trennten sich Borussia Dortmund und der FSV Mainz 05, am Ende blieb den Gastgebern trotz eines Chancen-Übergewichts ein Tor verwehrt.

„Wir müssen einfach mehr Ruhe vor dem gegnerischen Tor ausstrahlen“, bemängelte Torhüter Roman Weidenfeller. „Wenn du so gute Chancen hast, musst du einen machen.“ Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hatte seinen Spielern verordnet, von Beginn an mit hohem Tempo zu agieren, doch das klappte gerade mal zehn Minuten. Danach verflog der Anfangselan, die Gäste kamen nun besser ins Spiel. Das, was Klopp verlangt und gern als „Vollgasveranstaltung“ bezeichnet, gab es in Dortmund nicht zu sehen. Beide Mannschaften fielen in erster Linie durch eine Vielzahl an Fehlpässen auf.

Die besseren Chancen hatten die Dortmunder. Während Mainz nur einmal durch Aristide Bancé gefährlich vor das gegnerische Tor kam, hatten die Gastgeber drei vielversprechende Möglichkeiten. Doch beim Freistoß von Nuri Sahin war Torhüter Heinz Müller ebenso auf dem Posten wie beim Versuch von Mats Hummels. Kurz vor der Pause war es erneut Hummels, der die Führung auf dem Fuß hatte. Nikolce Noveski blockte den Schuss und hatte Glück, dass Schiedsrichter Michael Weiner übersah, dass ihm der Ball an die Hand sprang. Auch nach dem Seitenwechsel hätte Hummels für die Führung sorgen können, doch sein Kopfball strich über das Tor. Nach dem Spiel gab sich der Mittelfeldspieler selbstkritisch: „Einen hätte ich machen können, das muss ich ganz eindeutig sagen.“

Die Dortmunder agierten mit hohem Engagement, doch mit wenig Klasse. So gelang es den tapfer verteidigenden Mainzern, das Unentschieden festzuhalten. „Das Spiel stand auf der Kippe, weil wir im Mittelfeld zu viele Bälle verloren haben und deshalb unter Druck geraten sind“, sagte Heinz Müller. Dennoch ging für ihn das Unentschieden in Ordnung „wir haben uns den Punkt erkämpft.“ Trainer Jürgen Klopp fand „das Ergebnis nicht befriedigend. Da fehlte die richtige Konsequenz und Konzentration.“ Für höhere Ambitionen war dieser Auftritt zu wenig. Borussia Dortmund tritt auf der Stelle. Felix Meininghaus

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