Sport : Kein weiteres Happy End

Alba verliert erstes Saisonspiel gegen Ulm.

Jörn Lange
Foto: AFP
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Berlin - Bis zum letzten Viertel hatte Alba Berlin gegen Ulm die besseren Antworten parat. Als Center Deon Thompson etwa Ende des ersten Durchgangs spektakulär geblockt wurde und sich Heiko Schaffartzik den Ball schnappte und ihn in letzter Sekunde im Korb versenkte. Doch anders als 48 Stunden zuvor in der Euroleague gegen Chalon, gab es im Spitzenspiel der Basketball-Bundesliga am Ende keinen Anlass zum Jubeln. Die Berliner unterlagen dem Tabellenführer 80:88 (47:36) und mussten ihre erste Saisonniederlage hinnehmen.

Dabei hatte Alba zu Beginn des Spiels keine Zweifel daran aufkommen lassen, wer das dominierende Team in der Arena am Ostbahnhof ist. Mit bissiger Verteidigung trieben die Aufbauspieler DaShaun Wood und Vule Avdalovic ihre Gegenüber an den Rand der Verzweiflung, nach zehn Minuten hatte Alba bereits sieben Ulmer Ballverluste erzwungen. Heiko Schaffartziks Buzzerbeater besiegelte eine zwischenzeitliche 15-Punkte-Führung. Und als es später mit einem komfortablen 47:36-Vorsprung in die Kabine ging, zweifelte wohl kaum einer der gut 9000 Zuschauer an einem Sieg ihrer Mannschaft.

Auch im dritten Durchgang verteidigte Alba zunächst tapfer kämpfend einen Zehn-Punkte-Vorsprung. Ulms 2,11-Meter-Hüne John Bryant, immerhin wertvollster Spieler der abgelaufenen Saison, kam lediglich auf zwölf Zähler. Das Punktesammeln übernahmen dafür andere Ulmer – allen voran Philipp Schwethelm, mit 18 Punkten Topscorer der Partie. Zehn Zähler erzielte der Nationalspieler allein im Schlussviertel, in dem Alba sichtlich erschöpft auseinanderfiel.

„Wir haben am Ende viele falsche Entscheidungen getroffen“, analysierte Alba-Trainer Sasa Obradovic. Allen voran Heiko Schaffartzik (mit 17 Punkten erfolgreichster Berliner) stemmte sich zwar gegen die drohende Niederlage, am Ende war aber auch er machtlos.Jörn Lange

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