Sport : Kein zweiter K.o.

Klitschkos Sponsoren wollen nicht das Handtuch werfen

Frank Bachner

Natürlich haben sie bei Sport-Five, dem Hamburger Sportrechte-Vermarkter, seit Sonnabend wichtige Gespräche geführt. Und die verliefen erfolgversprechend, sagt Carola Götz, die Pressesprecherin der Firma. „Die Sponsoren haben gesagt, dass sie nicht abspringen werden.“ Im Klartext: Die Sponsoren der Profi-Boxer Wladimir und Witali Klitschko wollen weiterhin Geld geben, auch wenn Wladimir Klitschko am Sonnabend blamabel seinen WM-Kampf gegen den US-Amerikaner Lamon Brewster verloren hat. Sport-Five vermarktet die beiden Schwergewichtler, und für Carola Götz ist es erst mal wichtig, dass Wladimir Klitschko verkündet hat: „Ich mache weiter.“ Denn die Vermarktung der Brüder „erfolgt als Doppelpack“ (Götz).

Die beiden treten gemeinsam in Fernseh-Spots auf, da ist es bedeutsam, dass einer nicht plötzlich sein Karriereende bekannt gibt. Allerdings war Wladimir Klitschko in der ersten Enttäuschung wohl nicht weit davon entfernt. Inzwischen hat er seinen Kampf auf Video gesehen und sagte danach: „Was ich gesehen habe, war nicht Wladimir Klitschko. Ich konnte nicht richtig reden, meine Zunge war wie eingeklemmt. Ich konnte kein Auge aufmachen.“ Er will angeblich sowohl Fritz Sdunek als auch Emmanuel Steward als Trainer behalten, in welcher Form ist noch unklar.

Für Sport-Five ist jetzt erst mal wichtig, wie sich die Niederlage auf Wladimir Klitschkos Image auswirkt. „Ich glaube nicht, dass er jetzt ein Verlierer-Image hat“, sagt Carola Götz. Zudem seien die beiden nicht bloß als Sportler populär. „Die haben ein Saubermann-Image, sie besitzen den Doktortitel, das hört sich alles gut an.“ Allerdings seien die Sponsorenverträge mit sportlichen Auftritten gekoppelt. Unklar ist also, ob ein Sponsor abspringt, wenn Wladimir Klitschko doch aufhören sollte.

In den USA sollen die Boxer nach den bisherigen Plänen in der Werbung auch als Doppelpack verkauft werden. Nach den bissigen Kommentaren von US-Zeitungen zu der Niederlage dürfte dies schwierig werden. „Wir müssen jetzt erst einmal abwarten, wie sich die Medien in den USA zum Thema Klitschko verhalten. Erst dann können wir uns entscheiden.“ Noch sind die Klitschkos in den USA als Werbefiguren nicht besonders positioniert worden.“ Doch Carola Götz sagt auch: „Wir können uns vorstellen, in den USA auch mit Witali allein zu werben.“

Witali Klitschko kämpft in ein paar Tagen auch um einen Weltmeistertitel-Titel. Und dabei sind keine unangenehmen Überraschungen zu erwarten, davon ist die Pressesprecherin von Sport-Five fest überzeugt. „Der Witali wird mit Sicherheit Weltmeister.“

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