Keine Einigung mit Ismaik : 1860 München stürzt in den Amateurbereich ab

Investor Hasan Ismaik verweigert 1860 München die nötige Millionenzahlung. Damit bekommt der Traditionsverein keine Lizenz für die Dritte Liga.

Trauer bei den Spielern von 1860 München nach der Niederlage in der Relegation gegen Regensburg. Foto: Peter Kneffel/dpa
Trauer bei den Spielern von 1860 München nach der Niederlage in der Relegation gegen Regensburg.Foto: Peter Kneffel/dpa

Für den TSV 1860 München ist die Zeit im deutschen Profi-Fußball abgelaufen. Wie Investor Hasan Ismaik am Freitag mitteilte, hat er die dafür nötige Millionenzahlung verweigert. Damit können die Sechziger die Lizenzauflagen des Deutschen Fußball-Bundes für die 3. Liga nicht erfüllen. Ob die „Löwen“ nun in die viertklassige Regionalliga oder gar noch tiefer eingestuft werden, war zunächst unklar.

Nach der verlorenen Relegation um den Verbleib in Liga zwei war unklar, ob Ismaik den „Löwen“ treu bleibt und ein weiteres Investment tätigt. Dem Vernehmen nach hätte der Geschäftsmann aus Abu Dhabi rund zehn Millionen Euro überweisen müssen. Dies sei ihm nicht möglich gewesen, weil der 1860-Stammverein die an eine Zahlung gekoppelten strukturellen Änderungen nicht vornehmen wollte, hieß es.

Neben der sportlichen ist auch die organisatorische Zukunft des Vereins an der Grünwalder Straße völlig offen. In dieser Woche waren Geschäftsführer Ian Ayre und Vereinspräsident Peter Cassalette zurückgetreten. Abstiegs-Trainer Vitor Pereira hatte schon nach dem Relegations-K.o. gegen Jahn Regensburg am Dienstag vom Scheitern seiner Mission gesprochen und damit einen Weggang angedeutet. Berichten zufolge haben nur sechs Spieler Verträge, die auch für die 3. Liga gelten. (dpa)

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