Sport : Keine Misstöne vor den Spielen: Hymnen kommen vom Band

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Berlin - Bei der Eröffnung der Münchner Allianz-Arena gab es vor dem Anpfiff Heiterkeit. Die Sängerin Sarah Connor sang im Juni „Brüh’ im Lichte dieses Glückes“ und verschaffte dem Ereignis mit ihrer unfreiwilligen Umdichtung der deutschen Nationalhymne zusätzliche Aufmerksamkeit. So etwas soll bei der WM 2006 nicht vorkommen.

„Bei WM-Spielen sollten die Fahnen richtig herum hängen und die richtigen Hymnen gespielt werden“, heißt es in der Regierung. Organisatoren des Fußball-Weltverbandes Fifa und der Bundesregierung bereiten deshalb ein Protokollkonzept vor. Die Federführung hat das deutsche Organisationskomitee. Eine wichtige Entscheidung ist intern schon gefallen. Nach Informationen des Tagesspiegels sollen alle Hymnen vom Band abgespielt werden, um Misstöne zu verhindern. „Diese Vorgabe der Fifa setzen wir um“, bestätigt Horst R. Schmidt, Vizepräsident des WM-Organisationskomitees. Das gelte auch für Spiele der deutschen Nationalmannschaft. Für Eröffnungsspiel und Finale gebe es aber noch keine endgültige Entscheidung, sagen Insider.

Protokollarisch werden Staatsgäste bei der WM von der Bundesregierung betreut, Fifa-Funktionäre vom Organisationskomitee. Für Staatsgäste gilt das normale Staatsprotokoll, etwa bei der Eskortierung durch Polizeistaffeln und bei der Beflaggung von Straßen. Aus Sicherheitsgründen behält sich hier die Regierung die Entscheidungen vor. US-Präsident George W. Bush würde in einer gepanzerten Limousine durch Berlin geleitet werden. Sportfunktionäre würden dagegen mit Hyundais transportiert – den Autos des offiziellen WM-Sponsors. ide

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