Sport : Keine Tore für Stuttgart und die Bayern – Rot für Deisler

Oliver Trust

Stuttgart - Vielleicht war vorher beim FC Bayern einfach zu viel geredet worden, über Giovanni Trapattoni, der einmal Trainer in München war. Die Verantwortlichen der Bayern hatten fast jeden Tag gegen die Führungsmitglieder des VfB Stuttgart gestichelt, weil diese den 66 Jahre alten Stuttgarter Trainer nicht genug unterstützen würden. In Stuttgart ist Trapattoni auf dem Weg zum Meister des Unentschiedens . So war es auch diesmal, 0:0 gegen den Tabellenführer Bayern München. Diesmal aber verschenkten viel zu ängstliche Stuttgarter Spieler drei Punkte gegen schwache Bayern, die ab der 42. Minute mit nur noch zehn Spielern auskommen mussten.

Was Sebastian Deisler in dieser Szene zornig gemacht hatte, wusste keiner. Er sagte: „Das war eine Dummheit, die darf so nicht passieren.“ Der Nationalspieler hatte Ludovic Magnin in die Beine getreten und dann geschubst. Schiedsrichter Markus Merk zeigteihm Rot. „Das war unnötig", sagte Uli Hoeneß, der zuvor seine Vertragsverlängerung auf noch nicht definierte Zeit bekannt gegeben hatte, über Deislers Aktion. Der Manager war ansonsten zufrieden. „Weil man hier mit zehn Mann nicht auch noch gewinnen kann.“

Trapattoni fand gar, man habe ein „schönes Spiel“ gesehen. Die Stuttgarter aber ärgerten sich, dass sie die Chance zum Sieg ausgelassen hatten. Da war nicht nur die Chance von Zvonimir Soldo kurz vor Schluss, der per Kopf vergab. Der Däne Jon Dahl Tomasson, Daniel Ljuboja und Thomas Hitzlsperger hatten ebenso Möglichkeiten. Bayerns Trainer Felix Magath sagte: „Ich bin zufrieden, auch, wenn es kein großes Spiel gewesen ist.“ Er freute sich auch darüber, dass sein alter Verein nach dem Spiel an seinen Pfefferminztee gedacht hatte. Die Stuttgarter waren an diesem Tag eben sehr nett zum FC Bayern.

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