Sport : Keiner versteht Heynckes

Schalke erreicht nur ein 1:1 gegen Frankfurt

Richard Leipold

Gelsenkirchen. Die Fans der Frankfurter Eintracht kommentierten die Lage des gegnerischen Trainers mit einer Mischung aus Mitleid und Spott. „Heynckes, du bist ne arme Sau.“ Als Übungsleiter des FC Schalke 04 ist Heynckes seit Sonntag noch ärmer dran als vorher. Im Heimspiel gegen den Aufsteiger haben die Westfalen ihr Publikum abermals enttäuscht. Die Schalker waren zwar 90 Minuten überlegen, erreichten aber trotz klarer Überlegenheit nur ein 1:1 (1:1).

„Uns fehlen einige Eckpfeiler, die auf dem Platz das Zepter übernehmen, die Mannschaft ist im Umbruch“, sagte Heynckes. „Resignation muß ein Fremdwort bleiben.“ Frankfurts vielbeinige Abwehrbarriere versperrte Schalke immer wieder den Weg.

Trotz aller Irrungen und Wirrungen gelang es den Schalkern nach einer guten halben Stunde doch einmal die Menschenkette vor dem Frankfurter Strafraum zu durchbrechen. Mittelfeldspieler Dario Rodriguez köpfte Altintops präzise Flanke ins Tor (33.). Die Eintracht hatte sich bis dahin nicht in die Nähe des gegnerischen Tores vorgewagt. Von Regisseur Andreas Möller gingen keine Impulse aus. Er wurde nach 70 Minuten ausgewechselt. Wie ausgewechselt wirkten zwei seiner Mitspieler fünf Minuten nach dem Gegentreffer, als sie ausnahmsweise Kurs auf den Strafraum nahmen. Dieser erste Vorstoß zahlte sich prompt aus. Der Brasilianer Chris schloss den schönsten Spielzug der Partie mit dem Ausgleich ab.

Nach der Pause änderte sich weder der Spielverlauf noch das Ergebnis. Eine Viertelstunde vor Schluss ging Heynckes nervös vor seiner Bank auf und ab. Er versuchte mit Worten und Gesten, seine Spieler zu erreichen. Doch die Schalker Profis haben ihn nicht verstanden. Sie stellten sich weiter unerhört schlecht an.

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