Sport : Keiner wie die anderen

Mathias Klappenbach

Sag mir Nando, sag mir wann, sag mir Nando, Nando, Nando, ob er Tore schießen kann, sag mir Nando, sag mir wann“ – das haben die Fans von Hertha BSC zur Melodie des Evergreens „Quando, Quando, Quando“ über ihren Stürmer Nando Rafael gesungen. „Allein vorm Tor, der Ball im Seitenaus - Fredi Bobic raus, Fredi Bobic raus, Fredi Bobic raus“ hieß es zu einer anderen Melodie.

Von Piotr Reiss (falls sich noch jemand an ihn erinnert) über Kai Michalke (Kai wer?) bis zu Artur Wichniarek (sitzt jetzt in Bielefeld auf der Bank) reicht die Liste mit den vielen Namen so genannter Stürmer, von denen jeder einzelne die Erinnerung an kläglich vergebene Großchancen wachruft. Herthas Manager Dieter Hoeneß hat die Konsequenzen aus den Fehleinkäufen der letzten Jahre gezogen und in der vergangenen Saison Marko Pantelic ausgeliehen und erst dann einen langfristigen Vertrag gegeben, nachdem er für einen Hertha-Stürmer ungewöhnlich viele Tore geschossen hatte.

Die gleiche Bewährungsregel gilt jetzt für Christian Gimenez. Mit Bedacht. Gimenez galt selbst in der Schweiz als langsam, obwohl dort das Spieltempo der Mentalität entspricht. Aber soll er ruhig bei Hertha im Strafraum herumstehen. Er ist, wie man im Fußball sagt, ein Knipser. Wenn die Mitspieler den Ball zu ihm bringen, schießt er ihn auch rein. Dass er in Marseille nicht zurecht gekommen ist, heißt nichts, selbst Marcelinho ist dort einmal gescheitert. Und auf Gi-men-ez reimt sich der-kann-es. Zum Beispiel.

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