Sport : Kenia läuft voran

Weltklasse-Athleten beim Berliner Halbmarathon

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Berlin Bis Kilometer drei benötigte Carsten Eich keine Hilfe, dann griffen Sanitäter und ein Arzt ein. Eich war beim Paderborner Osterlauf umgeknickt. Damit musste er auch seine Teilnahme beim 25. Berliner Halbmarathon am kommenden Sonntag (Start: 11.30 Uhr) absagen. Für Meetingdirektor Mark Milde ein herber Schlag. „Er hätte einen Platz in der Spitzengruppe erreicht.“ Eich hält den deutschen Rekord mit 60:34 Minuten, gelaufen 1993 in Berlin.

Der Kenianer Patrick Ivuti ist nicht verletzt, er startet wie geplant, und das ist für Milde mindestens genau so wichtig wie die Personalie Eich. Denn der 26-jährige Ivuti ist der Top-Favorit. Er ist nach seinem Landsmann Paul Tergat der schnellste Halbmarathonläufer aller Zeiten, Bestzeit: 59:45 Minuten. „Wir konnten für den Halbmarathon noch nie so einen starken Läufer verpflichten wie ihn“, sagt Milde. Nur Tergat lief zweimal schneller als Ivuti, einmal davon am 4. April 1998: 59:17 Minuten, Weltrekord.

Bei den Frauen gilt die Kenianerin Joyce Chepchumba als große Favoritin. Die 34-Jährige hat den Berliner Halbmarathon schon viermal gewonnen, zuletzt 2004. Sie hält mit 68:22 Minuten auch den Streckenrekord in Berlin. Ihre Bestzeit steht bei 68:18 Minuten. Die derzeit beste deutsche Straßenläuferin ist Luminita Zaituc. Die gebürtige Rumänin hat eine Bestzeit von 69:35 Minuten, sie betrachtet den Halbmarathon als wichtigen Test für den Marathon in Düsseldorf.

Zudem gehen Inline-Skater (11.10 Uhr) sowie Rollstuhlfahrer und Handbiker (11.25 Uhr) an den Start. fmb

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