Sport : Kenias Übermacht in London Keitany und Kipsang gewinnen Marathon

London - Bei der Generalprobe für den olympischen Marathon haben die Läufer aus Kenia in London triumphiert und auch der deutschen Rekordhalterin Irina Mikitenko ihre Grenzen aufgezeigt. Die 39-Jährige aus dem hessischen Gelnhausen wurde am Sonntag als beste Europäerin Siebte in 2:24:53 Stunden. Beim 32. London-Marathon setzte sich Vorjahressiegerin Mary Keitany vor vier Teamkolleginnen in der Weltjahresbest- und Afrikarekord-Zeit von 2:18:37 Stunden durch. Bei den Männern siegte Wilson Kipsang in 2:04:44 vor seinem Landsmann Martin Lel. Prinz Harry staunte: „Es ist atemberaubend! Sie kommen über die Ziellinie und keiner schwitzt.“

„Ich freue mich über meinen Lauf heute. Die Zeit ist okay. Das Wetter hier war die ganze Woche nicht so gut. Aber als ich heute morgen den Sonnenschein sah, wusste ich, dass das Wetter richtig für mich ist“, sagte Mary Keitany. Wilson Kipsang sagte nach seinem Sieg: „Als ich weggelaufen bin, wusste ich, dass die anderen sehr, sehr hart arbeiten müssen, um mich zu schlagen, weil ich mich sehr gut gefühlt habe.“

Damit setzten die Kenianer bei dem 42,195-Kilometer-Rennen ein deutliches Signal an ihre Dauerrivalen aus Äthiopien. Für die Topläufer aus den beiden ostafrikanischen Ländern geriet der Klassiker zu einem gnadenlosen Ausscheidungsrennen. Nach zwei Stunden konnte Keitany auch ihre letzte Konkurrentin, Weltmeisterin Edna Kiplagat, abschütteln. Kiplagat kam nach 2:19:50 Stunden im Ziel an. Den kenianischen Dreifach-Erfolg perfekt machte Priscah Jeptoo in 2:20:14 Stunden. Damit sicherte sich das Trio die drei Olympia-Startplätze für ihr Land.

Keitany und Kipsang erhielten zusätzlich zum Startgeld und zu Bonusprämien jeweils 55 000 US-Dollar (etwa 41 870 Euro) Siegprämie. Der 30-jährige Kipsang hatte Ende Oktober das Rennen in Frankfurt am Main für sich entscheiden und setzte sich bei seinem ersten ganz großen Erfolg deutlich vor dem dreifachen London-Sieger Lel (2:06:51) und dem Äthiopier Tsegaye Kebede (2:06:52) durch. Weltrekordler Patrick Makau (ebenfalls Kenia) war nach zehn Meilen wegen Oberschenkelproblemen ausgestiegen und kam gar nicht auf der Zielgeraden mit dem Buckingham Palace im Rücken an. Insgesamt waren bei Männern und Frauen 37 542 Starter gemeldet.

Die ebenfalls 30 Jahre alte Mary Keitany griff an dem herrlichen Frühlingstag bei Kilometer 35 an und setzte sich aus der Spitzengruppe ab. Weltmeisterin Edna Kiplagat als Zweite in 2:19:50 und Vize-Weltmeisterin Priscah Jeptoo als Dritte in 2:20:14 dürfen ebenfalls für Olympia planen. Bei den Sommerspielen am 5. August (Frauen) und 12. August (Männer) wird in London allerdings auf einem Rundkurs gelaufen. dpa

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