Kicker-Interview : Cottbuser Mitreski nach Kritik suspendiert

Dem Cottbuser Igor Mitreski wird ein Interview im "Kicker" zum Verhängnis, in dem er scharfe Kritik an Trainer Bojan Prasnikar übt. Zur Strafe muss der Mazedonier nun 10.000 Euro Strafe bezahlen - und kann sich einen neuen Klub suchen.

Mitreski
Draußen. Igor Mitreski kann sich nach einem neuen Job umsehen. -Foto: dpa

CottbusDer verbale Rundumschlag von Igor Mitreski hat dem Profi vom FC Energie Cottbus die sofortige Suspendierung und 10.000 Euro Geldstrafe eingebracht. "Es ist die Pflicht eines Führungsspielers, Trainer und Manager über Missstände zu informieren. Aber nicht über die Öffentlichkeit. Das ist der falsche Weg. Die Konsequenzen hatte ich vorher angekündigt", ereiferte sich Manager Steffen Heidrich vom Bundesliga-Tabellenletzten. Damit sind Mitreskis Tage in Cottbus offenbar gezählt; er kann sich einen neuen Verein suchen.

Vor dem Spiel am Samstag beim VfL Wolfsburg sorgten die kritischen Äußerungen des mazedonischen Nationalspielers für Krach bei Energie. Im "Kicker" monierte Mitreski, der nach einer Sperre in Wolfsburg wieder spielen sollte: "In der Mannschaft herrscht eine schlechte Atmosphäre. Wir haben nicht mehr den Zusammenhalt wie in der vergangenen Saison." Der 29-Jährige, der vorgibt, Angebote anderer Klubs aus der Bundesliga, England und Russland zu haben, prophezeit: "Energie muss im Winter neue Spieler holen, sonst steigen wir ab".

Keine Kraft, kein Druck

Prasnikar warf er vor, kein eingespieltes Team geformt zu haben: "Immer wieder steht eine andere Mannschaft auf dem Platz. Ich kann nicht verstehen, warum". Zudem habe das Team Konditionsprobleme. "Am Samstag spielten wir fast eine Halbzeit gegen zehn Schalker, aber wir hatten keine Kraft, machten keinen Druck", erklärte der Mazedonier, der in der laufenden Saison meistens auf der Ersatzbank saß.

Mitreski, dessen Vertrag bis 2010 läuft, ist nicht der erste Energie-Spieler, der sich in der laufenden Saison kritisch äußerte. Erst lieferten sich Kapitän Timo Rost und Torwart Gerhard Tremmel einen öffentlichen Disput. Dann gerieten Dimitar Rangelow und Ervin Skela aneinander. Daraufhin kündigte die Klubführung um Präsident Ulrich Lepsch drastische Strafen für den Wiederholungsfall an. (jvo/dpa)

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