Sport : Kiefer verdirbt Stimmung

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Hamburg (dpa). Am Tag, als die besten deutschen Tennisspieler in das Turnier einstiegen, hatte Nicolas Kiefer beim Tennisturnier am Hamburger Rothenbaum wieder nichts zu feiern. Im letzten von drei aufeinander folgenden Center-Court-Spielen mit deutscher Beteiligung verlor Kiefer mit 4:6, 5:7 gegen den dreimaligen French-Open-Sieger Gustavo Kuerten aus Brasilien, der nach einer Hüftarthroskopie erst seit drei Wochen wieder auf der Tour spielt. Kiefer erhöhte mit dem neuerlichen Erstrunden-Aus seine deprimierende Jahresbilanz nicht nur auf 13 Niederlagen in 16 Spielen. Er verdarb auch den Fans die Laune.

Rainer Schüttler hatte die Zuschauer bei seinem Dreisatz-Sieg über den Kroaten Ivan Ljubicic zwei Stunden lang bestens unterhalten. Anschließend erlebte das Publikum im deutschen Vergleich zwischen Thomas Haas und Lars Burgsmüller eine Demonstration der Stärke des 24-jährigen Hamburgers, der in seiner Heimatstadt ausgesprochen freundlich empfangen wurde. In den Daviscup-Kandidaten Haas und Schüttler sowie Nachwuchsspieler Björn Phau haben drei von sieben gestarteten einheimischen Profis die zweite Runde des mit 2,8 Millionen Dollar dotierten Turniers der Masters-Serie erreicht.

Haas machte mit Burgsmüller beim 6:1, 6:1 in 70 Minuten kurzen Prozess und trifft nun auf den Niederländer Sjeng Schalken. Schüttler konnte seinen zweiten Matchball zum 3:6, 7:5, 6:4 gegen Ljubicic erst nach 2:08 Stunden verwandeln. Wie beim Viersatz-Erfolg im Daviscup kam der 26-jährige nur schwer in die Gänge. „Ich habe ziemlich schlecht angefangen“, gab Schüttler zu. Nach seiner Final-Teilnahme in München will Schüttler auch in Hamburg ganz weit kommen. „Es ist traumhaft, in dieser Mega-Atmosphäre zu spielen. Schon deshalb freue ich mich, dass ich weitergekommen bin. Ich gehe morgen raus und will gewinnen, egal, wer vor mir steht“, sagte Schüttler, der nun gegen Andy Roddick spielt. Schüttler hofft, dass ihn sein lädierter rechter Schlagarm nicht behindern wird. „Ich habe Entzündungen im Ellenbogen und in der Schulter. Im Moment stört mich das aber nur beim Aufschlag.“

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