Sport : Kind stirbt nach Unfall

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Im Verlauf der zehnten Etappe der Tour de France hat sich am Mittwoch ein tödlicher Unfall ereignet, bei dem ein siebenjähriger Junge starb. Bei Kilometer 26 zwischen Captieux und Retjons wurde das Kind, das als Zuschauer die Etappe verfolgen wollte, von einem Fahrzeug der Werbekolonne im Vorfeld der Tour-Karawane erfasst und am Kopf verletzt. Der Junge wurde per Hubschrauber nach Bordeaux geflogen, war aber offensichtlich bereits am Unfallort verstorben. Mit schwerer Stimme und betroffenem Gesicht verkündete Tour-Direktor Jean-Marie Leblanc im Pressesaal die schockierende Nachricht. Der kleine Junge habe die lange, breite und übersichtliche Straße plötzlich überquert, um zu seinen Großeltern auf der anderen Seite zu gelangen. Dabei sei er in das Auto gelaufen, das mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 km/h fuhr. Bei dem Fahrer des Autos, aus dem Bonbons verteilt wurden, wurde eine Alkohol-Kontrolle angeordnet. Sie fiel nach Auskunft der Organisatoren negativ aus. „Es war ein Verkehrsunfall, wie er auch auf einer Fahrt in den Urlaub passieren kann“, meinte Leblanc und sprach die Tour damit von jeglicher Schuld frei. Es war bereits der dritte tödliche Unfall bei der Tour in jüngster Zeit. Erst vor zwei Jahren war auf dem Teilstück zwischen Avignon und Draguignan ein Zwölfjähriger unter ähnlichen Umständen ums Leben gekommen. 1995 war der italienische Olympiasieger Fabio Casartelli bei einer Abfahrt zu Tode gestürzt. H.S.

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