Klarer Sieg : Schalke fast eine Runde weiter in der Europa League

Mit einem souveränen 5:0-Erfolg bei AEK Larnaka auf Zypern hat der FC Schalke 04 den Grundstein für die Teilnahme an der K.o.-Runde der Europa League im nächsten Jahr gelegt.

Klarer Sieg für Schalke bei AEK Larnaka
Klarer Sieg für Schalke bei AEK LarnakaFoto: AFP

Lewis Holtby (24. Minute), Klaas Jan Huntelaar (36., 88.) mit seinem 17. und 18. Pflichtspieltor in dieser Saison für die Gelsenkirchener, Benedikt Höwedes (41.) und Julian Draxler (87.) erzielten die Tore zum höchsten Europapokal-Auswärtssieg des Bundesligisten, der wegen der großen Überlegenheit seine Kräfte für die Begegnung bei Bayer Leverkusen am Sonntag schonen konnte.

Der Schalker Trainer Huub Stevens erklärte: „Wenn man fünf Tore schießt und keinen Gegentreffer bekommt, kann man sehr zufrieden sein. Das war ein Schritt nach vorne. Die Organisation der Mannschaft war gut, sie hat fast nichts zugelassen.“ Manager Horst Heldt sagte: „In der Europa League läuft es besser als in der Bundesliga. Wenn wir noch einen Sieg holen, sind wir eine Runde weiter. Aber unser Ziel ist, die Gruppe als Erster abzuschließen.“

Die in der Gruppe J noch ungeschlagenen Schalker könnten nach dem gleichzeitigen Sieg von Gruppen-Kontrahent Maccabi Haifa gegen Steaua Bukarest bereits beim Heimspiel gegen Larnaka am 3. November, zwei Spiele vor dem Abschluss der Gruppe, die Qualifikation für die Runde der besten 32 Teams perfekt machen. Vor 6.000 Zuschauern im GSP-Stadion in der Inselhauptstadt Nikosia, darunter auf Schalker Einladung 150 auf Zypern stationierte Blauhelm-Soldaten der UN-Friedenstruppen, fiel der Erfolg leichter als erwartet. Anders als beim 1:2 gegen Kaiserslautern am Samstag boten die Westfalen von Beginn an eine sehr konzentrierte und zudem hoch effektive Leistung.
In der ersten Halbzeit machte der Pokalsieger aus drei Torchancen drei Treffer.

Trainer Stevens hatte vier Umstellungen vorgenommen. Im Tor, wo er den am Knie verletzten Ralf Fährmann ersetzen musste, gab der Coach dem 21-jährigen Lars Unnerstall den Vorzug vor dem 14 Jahre älteren Mathias Schober. Außerdem standen Jefferson Farfan, Joel Matip und Jermaine Jones anstelle von Manuel Jose Jurado, Christoph Metzelder und Marco Höger in der Anfangsformation. Mit Kyriakos Papadopoulos und Matip entschied sich Stevens für eine komplett neue Innenverteidigung ohne den Routinier Metzelder.

Abgeklärt und unaufgeregt agierten die Schalker gegen den Gruppen-Letzten Larnaka, der in den Playoff-Spielen Rosenborg Trondheim bezwungen hatte, aber aktuell nur den siebten Platz in der 14 Teams umfassenden nationalen Liga belegt. Das Team mit dem starken niederländischen Einschlag - Trainer Ton Caanen, Manager Jordi Cruyff und vier Spieler kommen aus Holland - trat mit viel Respekt vor Schalke auf. Tief gestaffelt stand die Defensive, nach vorne erspielten sich die Südeuropäer nicht eine Tormöglichkeit.

Unnerstall blieb deswegen ungeprüft. Nach dem Spiel in Leverkusen könnte der Torhüter beim Pokalspiel in Karlsruhe seinen Platz an Timo Hildebrand abgeben müssen, vor dessen Verpflichtung die Schalker stehen.
Nach einer ereignislosen Startphase brachte Junioren-Nationalspieler Holtby die Gäste mit seinem ersten Tor in der Europa League in Führung. Der 21-Jährige traf aus 22 Metern mit links mit einem Aufsetzer ins untere Toreck. Danach verwertete Huntelaar eine Flanke von Christian Fuchs per Kopf. Es war im 15. Saisonspiel für Schalke das 17. Tor für den Niederländer, der nun achtmal in der Bundesliga, fünfmal in der Europa League und viermal im DFB-Pokal „einnetzte“. Außerdem schoss der „Hunter“ in vier Länderspielen für Oranje vier Tore. Fuchs bereitete mit einem Eckstoß auch den dritten Treffer vor. Matip und Höwedes waren zu Stelle, zunächst war nicht klar, wer per Kopf oder Schulter den Ball aus vier Metern am 36 Jahre alten italienischen Torwart Marco Fortin vorbei bugsiert hatte. Die UEFA gab Kapitän Höwedes als Torschützen an.

Im zweiten Durchgang plätscherte das Spiel vor sich hin, Schalke ließ Larnaka etwas mehr mitspielen, aber der Gegner brachte dennoch keine bemerkenswerten Offensivaktionen zustande. Der Sieg wurde locker nach Hause gebracht. Das Anstrengendere an diesem Termin war für Schalke die lange An- und Abreise. Draxler und erneut Huntelaar erhöhten kurz vor Schluss noch für die Schalker. (dapd)

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