Sport : Klasse gesichert

Rostock siegt mit zwei Toren von Max 3:1 gegen Schalke

Kerstin Hebeler

Rostock. Als Martin Max in der 89. Minute ausgewechselt wurde, erhoben sich fast alle der 26 000 Zuschauer im Rostocker Ostseestadion von ihren Sitzen und klatschten stürmisch Beifall. Wieder einmal war Max der Spieler des Tages gewesen – diesmal beim 3:1 gegen Schalke 04, zu dem Max zwei Treffer und die Flanke zum ersten Rostocker Tor beisteuerte. Mit dem Sieg ist Hansa der entscheidende Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenverbleib gelungen. Schalke indes muss seine Uefa-Pokal-Träume wohl endgültig begraben.

Dabei hatte es so gut angefangen für die Schalker. Gerald Asamoah erzielte in der 10. Minute das verdiente 1:0 für die Gäste, die bis zur 35. Minute die Partie bestimmten. Doch dann war Razundara Tjikuzu zur Stelle und köpfte nach Flanke von Max zum 1:1-Ausgleich ein. Wieder Tjikuzu. Bereits im Hinspiel hatte er das Siegtor zum 1:0 auf Schalke erzielt. Doch von einem besonderen Zusammenhang wollte der Abwehrspieler nach der Begegnung nichts wissen: „Natürlich war der Ausgleich ganz wichtig. Aber es kommt immer auf alle Spieler an. Heute hat wieder die ganze Mannschaft gekämpft.“ Das bescheinigte ihr auch Hansa-Trainer Juri Schlünz nach dem Schlusspfiff: „Wie die Mannschaft in der zweiten Hälfte gespielt hat, das war schon beeindruckend. Mit diesem Teamgeist, Willen und Herz kann man auch so eine gute Mannschaft wie Schalke schlagen.“

Zwar hatten die Schalker bis zum Ende mehr Spielanteile, doch ihre Aktionen blieben ziel- und harmlos. Den Wendepunkt zu Gunsten von Hansa brachte Martin Max, der Ex-Schalker, mit seinen Toren durch einen Heber und einen Kopfball in der 62. und 68. Minute. Auch Max, der zuletzt vor vier Wochen gegen Wolfsburg traf, gab sich nach der Partie bescheiden: „Natürlich freue ich mich über die Tore, aber wichtig war vor allem der Sieg.“ Es waren seine Saisontreffer 17 und 18. Schon lange nicht mehr hat Rostock so frühzeitig und so eindrucksvoll den Klassenerhalt sichergestellt. Von den angestebten 40 Punkten stehen schon 38 zu Buche. Das sollte reichen.

Schalkes Trainer Jupp Heynckes wollte trotz der Niederlage die Hoffnung auf einen Uefa-Cup-Platz offiziell noch nicht aufgeben: „Wir müssen von Spiel zu Spiel denken. Jetzt müssen wir erst mal das nächste gewinnen.“ Mit so einer Leistung wie gegen Hansa wird das allerdings schwer.

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