Sport : Klassen läuft Weltrekord, Pechstein wird Zweite

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Calgary - Den Weltrekord hatte sie an Cindy Klassen verloren, doch richtig ärgern konnte sich Claudia Pechstein nicht. Die viermalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin war beim Weltcup-Auftakt in Calgary über 3000 Meter auf Platz zwei gelaufen – in 3:57,99 Minuten, der drittschnellsten Zeit, die auf dieser Distanz je erzielt wurde. „Es ist ein bisschen schade, dass der Weltrekord weg ist. Aber das war ein Wahnsinnslauf von Cindy“, sagte Claudia Pechstein. In 3:55,75 Minuten hatte die Kanadierin die Bestmarke der Berlinerin gleich um 1,95 Sekunden verbessert.

Da Pechstein bei einem Bahnwechsel im direkten Duell mit Klassen etwa eine halbe Sekunde verlor, sieht sie für sich nun weitere Reserven. „Ich weiß, dass ich noch schneller sein kann“, sagte sie. Zumal sie das direkte Duell mit Anni Friesinger gewann, obwohl diese eine Woche nach ihrem 1500-m-Weltrekord im schnellsten 3000-m-Rennen der Eisschnelllauf-Geschichte ihre persönliche Bestmarke sogar verbesserte. In 3:58,52 Minuten wurde sie Dritte. Auch Daniela Anschütz (Erfurt) als Fünfte und die Berlinerin Lucille Opitz stellten persönliche Bestzeiten auf. Über 1500 Meter feierte Anni Friesinger am Sonntagabend ihren 26. Weltcup-Sieg. Sie lag im Ziel nur 0,26 Sekunden über ihrem erst sieben Tage alten Weltrekord. Pechstein wurde Zweite.

Bei den Männern verbesserte Weltmeister Chad Hedrick über 5000 Meter ebenfalls den Weltrekord. Der US-Amerikaner war in 6:09,68 Minuten gleich 4,98 Sekunden schneller als der bisherige Rekordhalter Jochem Uytdehaage (Niederlande) beim Olympiasieg vor knapp vier Jahren. Auch die drei nächstplatzierten Carl Verheijen (Niederlande), Eskil Ervik (Norwegen/ 6:12,19) und Bob de Jong (Niederlande/6:14,37) blieben noch unter der alten Bestmarke.

Einen Weltrekord liefen auch die kanadischen Männer in der Team-Verfolgung in 3:39,69 Minuten. Christian Breuer, Jörg Dallmann und Stefan Heythausen blieben in 3:44,90 Minuten ebenfalls noch unter dem alten Weltrekord, liefen deutschen Rekord, wurden aber dennoch nur Achte. dpa

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