Sport : Klinsmann soll nur Trainer sein

Friedhard Teuffel

Berlin - Theo Zwanziger hat gestern noch einmal etwas klargestellt: Jürgen Klinsmann wird in den nächsten zwei Jahren dafür bezahlt, die Nationalmannschaft zu trainieren, und nicht dafür, den Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu reformieren. Zwanziger, der Schatzmeister und designierte geschäftsführende Präsident des DFB, sagte: „Klinsmann hat sich mir gegenüber als Mann dargestellt, der mit aller Kraft die Nationalmannschaft zum Erfolg bei der WM 2006 führen will.“ Mehr habe Klinsmann nicht gewollt. „Vielleicht ist vorher einiges missverstanden worden“, sagte Zwanziger.

Klinsmanns Aussagen waren jedoch alles andere als zweideutig. „Im Prinzip muss man den ganzen Laden auseinander nehmen“, hatte er über den DFB gesagt, und: „Ich habe das Gefühl, die Maschinerie steht in Deutschland seit 20 Jahren.“ Falls er die Maschinerie überhaupt in Bewegung bringen will, hätte er dafür nur zwei Jahre Zeit. Sein Vertrag läuft bis kurz nach der Weltmeisterschaft 2006.

Mehr als die Betreuung der Nationalmannschaft bis zu diesem Turnier hatte Zwanziger von Klinsmann auch gar nicht verlangt: „Diese Aufgabe ist so zentral und wichtig, dass sie den ganzen Mann fordert.“ Der DFB werde Klinsmann um Rat fragen, aber der Verband sei selbst professionell und kompetent genug, um seine Aufgaben zu organisieren. Zwanziger hatte vorher schon gesagt, dass Klinsmann keine Ansprüche auf Veränderungen im Jugendbereich erhebe.

Der Verpflichtung Oliver Bierhoffs als Teammanager ist der DFB gestern einen Schritt näher gekommen. Es fand ein erstes Gespräch mit dem früheren Nationalspieler statt, „irgendwo in Deutschland“, wie Zwanziger sagte. Der DFB-Schatzmeister deutete zwar an, dass es auch eine Alternative zu Bierhoff gebe, aber seine Präferenz ist eindeutig: „Über eine Zusammenarbeit mit Bierhoff würde ich mich besonders freuen, er ist ein wunderbarer Gesprächspartner.“

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