Sport : Klitschko in die Politik

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War das nicht wieder ein Langweiler, der Kampf von Samstagnacht? Wladimir Klitschko gegen Ed Chambers, oder zwölf zähe, beinahe gänzlich ereignisfreie Runden. Der linke Haken fünf Sekunden vor Schluss – immerhin. Sonst hätte Klitschko auch nur nach Punkten gewonnen, wie schon vor zwei Jahren Alexander Powetkin, der als nächstes Klitschko herausfordern darf. Wird der Russe (Olympiasieger 2004) dem Ukrainer (Gold 1996) gefährlich werden können? Wohl eher nicht. Und demnächst droht uns der WM-Kampf des älteren Klitschko-Bruders Witali, der dann gegen den Polen Albert Sosnowski antritt. Da werden so viele Zuschauer kommen, dass sie ein ganzes Fußballstadion füllen. Auch Samstag waren 50 000 da, mehr als zwölf Millionen saßen vor den Fernsehgeräten. Wollen die Menschen am Ende vielleicht gar nichts anders sehen als die halben Portionen, die gegen die Klitschkos keine Chance haben? Die Brüder halten inzwischen drei der vier Schwergewichtstitel.

Eigentlich sind schon jetzt keine echten Gegner mehr da, weshalb immer mehr den Kampf der Brüder fordern. Dabei haben es die beiden doch der Mutter vor vielen, vielen Jahren versprechen müssen, dass sie es nicht tun werden: nie! Dieses Versprechen ist nicht nur eine gute Ausrede, schließlich verdienen zwei Weltmeister mehr als einer, doch das eigentliche Problem ist nicht Mutter Klitschko, sondern das sind die vielen Verbände, die WM-Titel vergeben. Weg damit! Es kann nur einen Weltmeister geben. Dann müssten die Klitschkos doch gegeneinander kämpfen – oder es müsste zur Not einer von ihnen in die Politik gehen.

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