Sport : Klöden kauft sich frei

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Foto: dpadpa

Berlin - Er ist einer der stillen unter den Radprofis, und er ist einer der besten. Seit Jahren gibt Andreas Klöden keine Interviews, zumindest keinen deutschen Journalisten. Weil es da immer nur um das eine Thema ginge, Doping eben. Wenn er sich überhaupt einmal äußert, sagt er, er habe nie gedopt. Wie passt das zusammen mit der Meldung des „Focus“, dass Klöden nun gut 25 000 Euro Geldbuße zahlen will, damit das Verfahren gegen ihn wegen Sportbetrugs zum Nachteil des inzwischen aufgelösten Rennstalls T-Mobile eingestellt wird?

Klöden käme damit im Vergleich zu Jan Ullrich sehr günstig weg, der im April 2008 rund 250 000 Euro für die Einstellung seines Verfahrens wegen des gleichen Vorwurfs bezahlt hatte.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem 34-jährigen Klöden vorgeworfen, das er im Jahr 2006 während der Tour de France an der Freiburger Universitätsklinik gedopt habe. Im Abschlussbericht der Expertenkommission zum systematischen Doping in der Uniklinik vom Mai 2009 wird als gesichert angesehen, dass Andreas Klöden neben seinen damaligen Teamkollegen Matthias Kessler und Patrik Sinkewitz bei der Tour 2006 mit Eigenblut gedopt hat. Jan Ullrich war unmittelbar vor dem Start suspendiert worden, Klöden belegte den zweiten Platz in der Gesamtwertung und wechselte danach zum des Dopings verdächtigen Team Astana.

In der nächsten Saison will er für das neue Team von Lance Armstrong fahren. Und sicher wenig reden. klapp

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