Sport : Klose ist bei Löw gesetzt Nationalmannschaft trifft sich in Herzogenaurach

Herzogenaurach - Im nass-kalten Herzogenaurach hat Bundestrainer Joachim Löw jeden Gedanken an Sonne, Strand und Meer verboten. Obwohl die strapazierten Fußball-Nationalspieler nach einer langen Saison die Pause herbeisehnen, sieht Löw keinen Grund für eine gedrosselte Vorbereitung auf den Länderspiel-Abschluss 2006/07, auch wenn der erste Gegner „nur“ San Marino heißt. „Es ist keine Vorbereitung auf den Urlaub“, sagte Joachim Löw.

Nachdem der Bundestrainer selbst das erste klare Zeichen vor den Spielen am Samstag gegen San Marino und vier Tage später in Hamburg gegen die Slowakei gesetzt hatte, indem er für die Partie gegen den Fußball-Zwerg aus dem Fürstentum seine „beste Elf“ ankündigte und jede Schonung für Stammkräfte ausschloss, schwor er im fränkischen Dauerregen seine Spieler ein. „Für uns sind es zwei wichtige Spiele, wir wollen sechs Punkte und damit unsere Führung in der EM-Gruppe ausbauen“, sagte der 47-Jährige. Schon eine Stunde nach dem Treffpunkt hatte Löw die erste Trainingseinheit angesetzt. Den Schwerpunkt in den Übungseinheiten will der Bundestrainer „vor allem im spielerischen Bereich“ setzen. „Beide Kontrahenten werden relativ defensiv agieren. Schnelle Ballpassagen, Bewegung, richtige Laufwege – das werden deshalb die Themen sein. Dazu kommen Standards“, sagte Löw.

Die neun Ausfälle und auch die relativ lange Pause für einige Spieler seit Bundesliga-Abschluss sieht Löw nicht als Problem an: „Der große Teil der Spieler hat weiter trainiert und Freunschaftsspiele bestritten. Die anderen hatten von uns einen Trainingsplan.“ Im Gegensatz zum Test gegen Dänemark (0:1) wird Löw gegen San Marino die Elf aufbieten, die sich für das Spiel gegen die Slowakei einspielen soll: „Es wird nicht so sein, dass zwei völlig verschiedene Mannschaften auflaufen.“ Eine Entscheidung verkündete Löw bereits: Miroslav Klose, zuletzt gegen Tschechien (2:1) gesperrt, ist trotz seiner jüngsten Form-Probleme wieder der Angriffs-Führer. „Miro ist für uns eminent wichtig. Er hat vielleicht in der Rückrunde nicht ganz die Form erreicht, aber er hat die Jahre zuvor auf ganz hohem Niveau gespielt“, sagte der Bundestrainer und betonte: „Selbstverständlich ist Miro bei uns ein Führungsspieler.“ dpa

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