Sport : Klubs wollen Hannovers DEL-Lizenz Interesse von Bietigheim und Schwenningen

Bietigheim-Bissingen - Zweitliga-Meister Bietigheim Steelers und die Schwenninger Wild Wings können doch noch auf den Aufstieg in die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) hoffen. Beide Klubs denken über einen Kauf der DEL-Lizenz der Hannover Scorpions nach. „Die Scorpions haben Schwenningen und uns Gespräche angeboten, um über einen Lizenzkauf zu reden“, sagte Steelers-Geschäftsführer Volker Schnabel. Der Verein werde sich Anfang nächster Woche bei den Scorpions melden.

Zweitliga-Vizemeister Schwenningen und Hannover haben bereits miteinander gesprochen. „Es gab ein Treffen“, bestätigte der Geschäftsstellenleiter der Wild Wings GmbH, Oliver Bauer. „Die Gespräche laufen weiter. Wir werden uns aber erst dazu äußern, falls es etwas zu vermelden gibt.“ Hannover denkt derzeit über einen Rückzug aus der DEL nach. Bis zum 24. Mai muss sich Klub-Eigner Günter Papenburg entscheiden, ob er den defizitären Spielbetrieb weiter mit rund zwei Millionen Euro Vermögen im Jahr am Leben hält oder die Lizenz verkauft. In gut zwei Wochen läuft die Frist zur Einreichung der Lizenzunterlagen bei der DEL ab.

Der Bauunternehmer Papenburg ist sauer, weil die Stadt-Tochter Deutsche Messe AG in unmittelbarer Nähe zur Scorpions-Spielstätte TUI-Arena eine neue Halle bauen will. Auch wenn die nur zu Messe-Zwecken genutzt werden soll, sieht sich die Scorpions-Arena noch mehr unter wirtschaftlichem Druck.

Gerade in Bietigheim wäre man zum Wagnis DEL bereit. „Das Ziel jedes sportlich ambitionierten Klubs ist es, in der höchsten Liga zu spielen“, erklärte Schnabel. „Wenn sich die Gelegenheit bietet und es finanziell zu bewältigen ist, kann man darüber nachdenken.“ Eine Voraussetzung hätten die beiden Klubs aus Baden-Württemberg schon erfüllt: Sowohl die Arena in Schwenningen (6200 Plätze) als auch die in Bietigheim-Bissingen (4500) ist DEL-tauglich. dpa

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