Köln - Cottbus : Rot entscheidet

Der 1. FC Köln bezwingt dezimierte Cottbuser 1:0.

Köln - Das Foul war brutal. Wie Igor Mitreski da an der Außenlinie den Kölner Fabrice Ehret von den Beinen holte, das entging Schiedsrichter Felix Brych nicht. Brych handelte sofort: Er zeigte Mitreski Rot. Der Anfang vom Ende für Energie Cottbus. „Das war schon die Entscheidung“, gab der Cottbuser Trainer Bojan Prasnikar später zu. Gegen dezimierte Gäste kam der 1. FC Köln vor 49 000 Zuschauern mit 1:0 (1:0) zum dritten Sieg in Folge. Milivoje Novakovic erzielte das einzige Tor, sein fünftes in dieser Saison.

„Es war für uns das erwartet schwere Spiel“, urteilte Kölns Trainer Christoph Daum. Wobei sich seine Mannschaft das Siegen selbst unnötig schwer machte, indem sie ihre Torchancen fahrlässig verschleuderte. Zudem gab Torwart Gerhard Tremmel den sich völlig in der Defensive verschanzenden Cottbusern den nötigen Rückhalt. Glück hatte Tremmel freilich auch, als eine Viertelstunde vor Schluss der höchst agile Novakovic am Torgestänge scheiterte.

Prasnikar hatte seine Elf gegenüber der in letzter Minute zustande gekommenen 1:2-Heimniederlage gegen den Hamburger SV auf zwei Positionen verändert: Für Stanislaw Angelow rückte Mitreski in die Startformation, für Ervin Skela spielte Dusan Vasiljevic. Alle damit verbundenen taktischen Überlegungen waren freilich über den Haufen geworfen, als Mitreski nach einer knappen halben Stunde bereits vom Platz flog. Danach wurde die Überlegenheit der Kölner drückend.

Mit nur fünf Punkten steckt Cottbus bereits wieder tief im Abstiegskampf. Was Bojan Prasnikar besonders sorgenvoll stimmen muss: Seine Mannschaft hat in acht Saisonspielen erst drei Tore erzielt. Die Kölner wiederum hatten alles andere als souverän begonnen. Dem Aufbau und Zuspiel fehlte anfangs die Präzision, die vielen Distanzschüsse waren zu ungenau. Insofern war der Cottbuser Mitreski mit seinem Platzverweis letztlich wertvollster Mann der Kölner. Tsp/dpa

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