Köln - Frankfurt : Die Zuversicht kehrt zurück nach Köln

Ein einziger Sieg hat die Hoffnung auf bessere Zeiten zum 1. FC Köln zurückgebracht. Das Spiel gegen Eintracht Frankfurt galt für den gesamten Klub und dessen Fangemeinde als Gradmesser, ob sich die Mannschaft im Abstiegskampf behaupten kann.

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Die Kölner Fans hatten endlich etwas zu feiern.
Die Kölner Fans hatten endlich etwas zu feiern.Foto: dpa

Köln - Kölns Torhüter Faryd Mondragon vergoss kurz nach dem Abpfiff einige Tränen. Zum einen, weil der 1:0-(0:0-)Sieg gegen Eintracht Frankfurt seiner Mannschaft neue Hoffnung im Abstiegskampf gegeben hatte. Zum anderen dürfte es für den Kolumbianer das letzte Heimspiel in der Bundesliga für die Kölner gewesen sein. Er wird aller Voraussicht nach in der Winterpause in die USA wechseln. Doch bevor Mondragon geht, hat er mit dem Erfolg gegen die Hessen die Grundlage gelegt, dass die Kölner mit Zuversicht in die kommenden Wochen gehen können.

Dabei sah es vor 45 000 Zuschauern lange Zeit nicht nach einem Erfolg für den Heimverein aus. Nach 21 Minuten wurde deutlich, wie abhängig sein Spiel von Lukas Podolski ist. Der Angreifer musste verletzt ausgewechselt werden, nachdem er in der ersten Spielminute mit seinem Kollegen Martin Lanig zusammengestoßen war. Von da an traten die Rheinländer in der Offensive so harmlos und zurückhaltend auf, als spielten sie in Unterzahl. In der Folge gelang es der Mannschaft von Trainer Frank Schaefer noch seltener, in die gegnerische Hälfte zu kommen.

Die Frankfurter hatten das Spiel spätestens ab diesem Zeitpunkt im Griff, zeigten aber zu wenig Durchsetzungsfähigkeit vor dem gegnerischen Tor. „Wir haben eine schwache erste Hälfte gespielt“, sagte Schaefer. „Was in der zweiten Hälfte passiert ist, muss man ganz hoch einschätzen.“ Denn trotz aller Mängel war dem FC während der gesamten Spielzeit nie der Einsatzwille und die Laufbereitschaft abzusprechen, was sich in der zweiten Hälfte noch intensivierte.

Mit eben dieser Grundeinstellung raubten die Kölner den Hessen zunehmend den Nerv. Vor allem diese existenziellen Tugenden hat Frank Schaefer seinen Spielern in den sieben Wochen seiner Tätigkeit vermitteln können. Das Resultat war dann umso erfreulicher für den FC: Christian Clemens nutzte einen Ballverlust der Frankfurter im Mittelfeld aus und schloss den folgenden Konter mit einem 1:0 für seine Mannschaft ab.

Im Anschluss bekämpften die Kölner die Frankfurter so intensiv, dass sie nicht mehr ins Spiel fanden. So rettete der FC den Sieg über die Zeit. „Wir sind nur dumm, so ein Spiel, das wir dominieren, herzugeben“, sagte Frankfurts Verteidiger Marco Russ. Jörg Strohschein

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