Köln - Leverkusen 0:2 : Kölns Blick geht nach unten

Uninspirierte Kölner unterliegen Leverkusen 0:2 und stecken nun endgültig im Abstiegskampf. Da hilft auch kein wieder genesener Hoffnungs- und Leistungsträger.

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Keine guten Zeiten für den Fußball-Adel: In Berlin hilft kein König und in Köln kein Prinz: Lukas Podolski beim 0:2 gegen Leverkusen.
Keine guten Zeiten für den Fußball-Adel: In Berlin hilft kein König und in Köln kein Prinz: Lukas Podolski beim 0:2 gegen...Foto: dpa

Lukas Podolski lieferte seine Statements geradezu pflichtschuldig ab. „Ich finde, dass war ein ordentliches Spiel von uns. Die Jungs haben ihre Sache gut gemacht“, sagte der nach seinem Bänderanriss zurückgekehrte Angreifer des 1. FC Kölns wohlwollend, nachdem er mit seinem Klub wenige Minuten zuvor das Rheinderby gegen Bayer Leverkusen mit 0:2 (0:1) verloren hatte.

Podolski lobte seine Kollegen, weil gleich sechs Stammspieler beim FC verletzt oder gesperrt ausgefallen waren, und die Ersatzleute ihre Sache im Rahmen ihrer Möglichkeiten ordentlich erledigt hatten. Allerdings waren die Kölner gegen die Mannschaft von Trainer Robin Dutt letztlich chancenlos. „Nach dem zweiten Tor hat uns die Qualität gefehlt“, sagte Podolski. Das Spiel war schon nach dem ersten Tor in gewisser Weise entschieden, obwohl Kölns Trainer Stale Solbakken bis zum 0:2 eine enge Begegnung gesehen hatte. Man konnte auch anderer Meinung sein. „Das 1:0 spielte uns in die Karten, danach haben wir wunderbar gespielt“, sagte Robin Dutt. Bereits nach 16 Minuten hatte Lars Bender durch einen Abstauber nach einem Eckball die Leverkusener Führung erzielt und damit den Kölnern zu diesem frühen Zeitpunkt beinahe jeden Mut genommen.

Bayer wirkte in der Folge vor den 46 500 Zuschauern nicht ganz so hektisch im Aufbauspiel wie der FC in einem insgesamt wenig hochklassigen Spiel. Doch die Möglichkeiten, die sich den Kölnern wohl auch zu ihrer eigenen Überraschung durch die Leverkusener Abwehrfehler boten, vergaben Podolski und Milivoje Novakovic allzu leichtfertig.

Nur sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff erzielte erneut Bender nach einem listigen Zuspiel von Renato Augusto das 2:0 für Leverkusen und sorgte damit für die Entscheidung. „Es ist immer wunderschön, eine Kiste zu machen. Doch wenn man im Derby trifft, ist es noch ein bisschen schöner“, sagte Bender. Die Kölner sollten sich von diesem Schlag nicht mehr erholen und schienen frühzeitig ihre sechste Niederlage im siebten Spiel zu akzeptieren.

Leverkusen brauchte das Ergebnis nur noch zu verwalten. So konnte der Erfolg gegen den verunsicherten rheinischen Rivalen zwar als geglückte Revanche für das 1:4 aus dem Hinspiel durchgehen. Letztlich war es aber nicht mehr als ein Pflichtsieg, der Bayer in den internationalen Plätzen hält. Für die Kölner dürfte es indes eine unruhige Saison werden, in der es allein um den Klassenerhalt gehen kann. „Im Moment ist es eine schwere Zeit für uns“, sagte Stale Solbakken.

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