Köln - Mainz : Podolski und Novakovic: Zusammen siegt es sich besser

Der 1. FC Köln hat in der Fußball-Bundesliga das Duell der rheinischen Karnevalshochburgen klar für sich entschieden. Die Stürmer Podolski und Novakovic schießen Köln zum 4:2 gegen Mainz – und aus der Abstiegszone.

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Lukas Podolski. Foto: dapd
Lukas Podolski.Foto: dapd

Lukas Podolski und Milivoje Novakovic galten lange als diejenigen in der Mannschaft des 1. FC Köln, die sich einfach nie verstehen würden. Weder auf dem Spielfeld, noch außerhalb. Zu sehr beanspruchten die beiden, jeder für sich, eine herausragende Führungsrolle bei den Rheinländern, als dass eine erfolgversprechende Gemeinschaft entstehen könnte. Unter dem neuen Trainer Frank Schaefer hatte sich in den vergangenen Partien dann bereits eine leichte Annäherung vollzogen. Das hoch verdiente 4:2 (2:1) gegen den FSV Mainz 05 hat nun offensichtlich dazu geführt, dass die beiden ihre Rollen gefunden haben. Und zwar nebeneinander, Podolski als Kapitän und Novakovic als bedeutendster Angreifer. Die beiden Kölner sorgten fast im Alleingang für den vierten Heimsieg des FC in Folge. „Das ist das Ergebnis hoher Qualität und viel Laufarbeit“, sagte Schaefer.

Es schien, als wollte der FC bereits in den ersten drei Minuten diese Partie entscheiden. Das spektakuläre 3:2 in der Vorwoche gegen den FC Bayern wirkte in der Motivation der Spieler noch nach, so beschwingt gingen die Kölner in die Partie. Die Mainzer kamen kaum aus ihrer Hälfte heraus, hatten dem enormen Eifer der Rheinländer nichts entgegen zu setzen - und die Mannschaft von Thomas Tuchel wusste sich einfach nicht zu wehren.

Lukas Podolski verwandelte einen Freistoß aus großer Entfernung, fast von der Mittellinie aus, weil der Ball ungebremst durch die Abwehr fliegen konnte und auch weil Heinz Müller im Mainzer Tor teilnahmslos zusah. In der Folgezeit schien es so, als würden die Mainzer überhaupt nicht mehr am Spiel teilnehmen wollen. Nur vergaßen es die Kölner, ihre Überlegenheit auch auf der Anzeigetafel zu verdeutlichen. Dann brachte ein Fehler von Kölns Adam Matuschyk die Rheinhessen wieder ins Spiel zurück: Nach einer ungeschickten Kopfballverlängerung in den Rücken der eigenen Abwehr tauchte André Schürrle alleine vor Michael Rensing auf. Der Kölner Torhüter konnte den ersten Schuss noch abwehren, Sami Allagui verwandelte im Nachsetzen aber zum Ausgleich. Davon war Köln zunächst verunsichert, doch zwei Minuten vor der Pause köpfte Novakovic die erneute Führung aus kurzer Distanz, nachdem Heinz Müller einen Kopfball von Martin Lanig eindrucksvoll abgewehrt hatte.

„Dieser Treffer war für uns der Türöffner“, sagte Schaefer. Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte fanden die Kölner den Schwung wieder, den sie bereits zu Anfang vorgelegt hatten. Und dieses Mal nutzten sie ihre Möglichkeiten konsequenter. Nach zehn Minuten erhöhte Podolski auf 3:1, fünf Minuten später erzielte Novakovic das 4:1. Die Mainzer fielen danach in sich zusammen. Auch wenn Petar Sliskovic eine Minute vor dem Ende den zweiten Mainzer Treffer gegen die dann unkonzentrierten Kölner erzielte. Mit diesem Erfolg, der deutlich höher hätte ausfallen können, verlassen die Kölner den Relegationsplatz.  „Was wir in diesem Heimspiel gesehen haben, war einfach Wahnsinn! Da sieht man, wozu wir in der Lage sind“, sagte Kapitän Lukas Podolski.

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