Köln - Stuttgart 1:1 : Köln zittert weiter um die Klasse

Der 1. FC Köln kann nach einem bemerkenswerten Kampf gegen den VfB Stuttgart seine Führung nicht halten und spielt nur 1:1 unentschieden.

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Chance vertan: Lukas Podolski scheitert hier an Stuttgarts Sven Ulreich. Der FC verpasst den Anschluss an die direkten Nichtabstiegsplätze. Foto: dpa
Chance vertan: Lukas Podolski scheitert hier an Stuttgarts Sven Ulreich. Der FC verpasst den Anschluss an die direkten...Foto: dpa

Die Spieler des 1. FC Köln gingen endlich mal wieder in die Südkurve, um sich einen Applaus abzuholen. In den vergangenen Heimpartien hatten sie von ihren Anhängern zumeist weniger freundliche Worte mit auf den Weg bekommen. Doch nach dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart gab es eigentlich kaum Grund für ausufernde Kritik.

„Man kann das Ergebnis analysieren und beurteilen. Aber das bringt nichts. Wir nehmen den Punkt im Abstiegskampf mit“, sagte FC-Trainer Frank Schaefer. Einen Zähler haben die Rheinländer auf Hertha BSC gut gemacht, allerdings dürfte es für die Kölner in den letzten beiden Partien nur noch darum gehen, den Relegationsplatz zu erreichen. Dabei haben sie gegen die Schwaben eine große Chance vertan, sich noch besser zu positionieren.

Nach 30 Minuten wurde Köln stärker. Der scheinbar verloren gegangene Glaube an den Klassenerhalt erwachte nicht zuletzt deshalb, weil die Zwischenstände der ersten Hälfte aus Berlin im Kölner Stadion bekannt wurden. „Das hört man schon, wenn der Hennes im Stadion eingespielt wird“, sagte Lukas Podolski.

Das Kölner Maskottchen, ein Geißbock, kündigt mit seinem typischen Meckern stets die Zwischenstände auf den übrigen Plätzen an. Die Begeisterung sprang von den 50 000 Zuschauern auf die Spieler über. Daraufhin schnürten die Kölner ihren Gegner 15 Minuten lang in deren Hälfte ein, allerdings vergaben Martin Lanig, der sehr bemühte Lukas Podolski und auch der verbesserte Pedro Geromel gleich drei gute Tormöglichkeiten. Köln zeigte großen Einsatzwillen und viel Leidenschaft. Die große Aufwand sollte sich fünf Minuten nach der Pause auch auszahlen. Erst erkämpfte sich Christian Clemens den Ball, ehe Lukas Podolski die Kugel quer durch den VfB-Strafraum passte, wo Slawomir Peszko am langen Pfosten und völlig ungedeckt nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte. Die Schwaben wurden in den folgenden Minuten etwas vitaler. Insgesamt gefährlicher aber wirkten die Kölner, auch wenn sie zusehends ihrem hohen Tempo Tribut zahlen mussten.

„Wir hätten uns für unser gutes Spiel belohnen können, wenn wir in den wichtigen Momenten etwas ruhiger gewesen wären“, sagte Schaefer. Doch dann war es Cacau, der die Euphorie im Stadion augenblicklich erstarren ließ. Der Angreifer tauchte alleine vor Rensing auf und schob den Ball zum Endstand ins Kölner Tor. „Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein“, sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia versöhnlich.

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