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Kohlschreiber gibt auf : Haas mit Jubiläumssieg in Wimbledon weiter

Mit seinem 100. Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier ist Thomas Haas in die zweite Runde von Wimbledon eingezogen. Erstmals seit seinem Halbfinale 2009 steht der Weltranglisten-13. auf dem Heiligen Rasen wieder in der zweiten Runde. Ganz bitter lief es dagegen für Philipp Kohlschreiber.

Mit Durchblick. Thomas Haas erreicht nach drei Sätzen souverän die zweite Runde beim Tennis-Turnier in Wimbledon.
Mit Durchblick. Thomas Haas erreicht nach drei Sätzen souverän die zweite Runde beim Tennis-Turnier in Wimbledon.Foto: AFP

Mit einem eleganten Rückhand-Schlag machte Thomas Haas den Jubiläumssieg in Wimbledon perfekt. Der 35-Jährige gewann am Dienstag sein Auftaktmatch gegen Dmitri Tursunow aus Russland in 121 Minuten mit 6:3, 7:5, 7:5 und feierte seinen 100. Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier. Im Kampf um den Einzug in die dritte Runde trifft der gebürtige Hamburger nun auf den Amerikaner Wayne Odesnik oder Jimmy Wang aus Taiwan. Mit einem langgezogenen „Jaaaaa“ und einer kurzen Jubel-Geste mit der Becker-Faust feierte Haas seinen gelungenen und vielversprechenden Auftritt auf Court 2 an der Church Road.

Erstmals seit der Halbfinal-Teilnahme vor vier Jahren schaffte es die Nummer 13 der Welt wieder in die zweite Runde der All England Championships. 2011 und 2012 hatte Haas in Runde eins verloren, 2010 nach einer Hüftoperation gefehlt. Für seinen Vorjahres-Bezwinger Philipp Kohlschreiber verlief der Nachmittag dagegen äußerst bitter.

Der 29 Jahre alte Augsburger gab gegen den Kroaten Ivan Dodig beim Stand von 6:4, 7:6 (8:6), 6:7 (3:7), 3:6, 1:2 aus seiner Sicht auf. Über den Grund war zunächst nichts bekannt. Erfreulicher lief es aus deutscher Sicht für Mona Barthel, Angelique Kerber, Annika Beck, Sabine Lisici, Daniel Brands und Jan-Lennard Struff.

Der 23-Jährige aus Warstein gewann gegen den Slowenen Blaz Kavcic in drei Sätzen 6:4, 6:1, 6:3 und erreichte damit als dritter von vier deutschen Qualifikanten die zweite Runde des Rasenklassikers. Im folgte am Abend der Deggendorfer Daniel Brands, der den Spanier Daniel Gimeno-Traver 7:6
(7:5), 6:7 (4:7), 6:7 (5:7), 6:1, 6:4 besiegte. Barthel setzte sich gegen die Rumänin Monica Niculescu 6:3, 4:6, 7:5 durch, Kerber gewann ihr Erstrunden-Spiel gegen die US-Amerikanerin Bethanie Mattek-Sands 6:3, 6:4 durch. Es war der erste Sieg der Kielern im dritten Duell mit der 58. der Tennis-Weltrangliste. Die 19 Jahre alte Annika Beck besiegte die Russin Nina Brattschikowa 6:3, 6:2, Sabine Lisicki zog durch einen 6:1, 6:2-Erfolg gegen die Italienerin Francesca Schiavone in die zweite Runde ein, für die sich von acht gestarteten deutschen Spielerinnen insgesamt fünf qualifizierten.

Ausgeschieden sind am zweiten Turniertag Julia Görges, Carina Witthöft und Philipp Petzschner. Die 24-Jährige Görges aus Bad Oldesloe verlor gegen die Kolumbianerin Mariana Duque-Marina 4:6, 7:6 (7:3), 5:7. Die 18 Jahre alte Witthöft musste sich bei ihrem Grand-Slam-Debüt der 42 Jahre alten Japanerin Kimiko Date-Krumm in nur 44 Minuten 0:6, 2:6 geschlagen geben. Petzschner aus Bayreuth verlor gegen den Polen Michal Przysiezny 3:6, 6:7 (6:8), 0:6.

„Ich hätte nicht gedacht, dass sie noch so gut spielen kann, sie hat's noch drauf“, sagte Witthöft, betonte aber auch: „Ich habe nicht damit gerechnet, überhaupt die Quali zu überstehen. Von daher bin ich relativ zufrieden, außer mit diesem Spiel heute.“ Ganz anders dagegen der Auftritt des inspirierten und konzentrierten Haas. Zwar waren auch diesmal seine obligatorischen Fluchattacken („Immer das Gleiche. Sch...“) auf dem Platz zu vernehmen, doch gefährdet war der Sieg des ältesten und besten deutschen Tennisprofis nie. In den Tagen vor dem Turnierstart hatte der Wahl-Amerikaner auch mit dem Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic trainiert - auf ihn könnte er im Achtelfinale treffen. (dpa)

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