Sport : Kohlschreiber trifft auf Hernandez

Paris - Gegensätzlicher hätte das Bild kaum sein können. Philipp Kohlschreiber saß nach seinem spektakulären Fünf-Satz-Krimi gegen den tschechischen Qualifikanten Lukas Dlouhy geradezu entspannt auf dem kleinen Podium im Presseraum und sagte: „Ich versuche, hier die deutsche Fahne hochzuhalten, so lange es geht. Es ehrt mich, die deutsche Nummer eins zu sein.“ Nach den Absagen von Thomas Haas und Nicolas Kiefer ist der 23 Jahre alte Augsburger bei den French Open nun der letzte Hoffnungsträger des Deutschen Tennis Bundes (DTB). Nur wenige Minuten nach Kohlschreiber betrat der gleichaltrige Florian Mayer den Raum und sagte: „Bei mir ist nicht mehr so die Freude da wie früher beim Tennis.“ Der Bayreuther hatte gerade 3:6, 4:6, 2:6 gegen den Franzosen Paul-Henri Mathieu verloren.

Damit steht nach dem Erstrunden-Aus von Mayer und Benjamin Becker, der am Dienstag in einem weiteren deutsch-französischen Duell mit Mathieu Montcourt verlor, nur ein DTB-Profi in der zweiten Runde des Traditionsturniers von Roland Garros. Bereits in der Qualifikation waren zehn deutsche Männer gescheitert.

„Das ist natürlich sehr mager“, sagte Kohlschreiber, fügte aber sofort an: „Ich kann dafür nix. Ich versuche, die zweite Woche zu erreichen.“ Heute kämpft der Daviscup-Spieler gegen Oscar Hernandez erst einmal um den Einzug in die dritte Runde. Der Spanier bezwang am Mittwoch den Argentinier Juan-Pablo Guzman 7:6 (7:4), 6:0, 6:2. An Hernandez hat Kohlschreiber keine guten Erinnerungen. Das bislang einzige Duell auf der ATP-Tour verlor er im vergangenen Jahr in Palermo auf Sand 1:6, 1:6. dpa

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