Sport : Kombination: Ackermanns Aufholjagd bleibt unbelohnt

Trondheim - Die Aufholjagd blieb unbelohnt, doch Ronny Ackermann hat seine starke Form auch beim dritten Weltcup der nordischen Kombinierer unter Beweis gestellt. In Trondheim kam der Dermbacher am Samstag mit drei Sekunden Rückstand auf Sieger Magnus Moan (Norwegen) als Fünfter ins Ziel. Nach dem Springen hatte der Weltmeister noch auf Platz acht gelegen.

Das Team von Bundestrainer Hermann Weinbuch lieferte ein gutes Mannschaftsergebnis ab. Eric Frenzel (Oberwiesenthal) wurde Sechster, Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) kam als Neunter ins Ziel. Die Weltcup-Gesamtführung verteidigte der drittplatzierte Finne Anssi Koivuranta.

Ackermann, der vor einer Woche den Weltcup-Auftakt gewonnen hatte, ging als Achter ins 10-Kilometer-Rennen. „Mein Sprung hat mir besonders gut gefallen, denn es war der beste, der mir hier gelungen ist. Im Training sah es alles andere als gut aus“, kommentierte der Weltmeister die erste Teildisziplin. Zunächst hatte er nicht daran geglaubt, bis ganz nach vorn zu kommen. Recht schnell fand sich eine Gruppe mit laufstarken Athleten, die Jagd auf die Spitzenreiter machte. Allen voran Moan, der 20. nach dem Springen war und in diesem Feld Lokomotive spielte. Zwei Kilometer vor dem Ziel setzte Ackermann alles auf eine Karte und attakierte. „Das war wohl zu früh. Da haben mir hinten raus die Körner gefehlt“, sagte er, dem wie auch allen anderen die Kälte zu schaffen machte. „Auf der Strecke waren teilweise minus 15 Grad. Die Hände waren kurz vor dem Erfrieren. Ich war froh, dass ich mir am Start noch eine Zeitung untergeschoben habe“, erzählte der Thüringer, der dennoch zufrieden war: „Ein Norweger gewinnt in Norwegen, ich bin drangeblieben. Also alles im grünen Bereich.“

Auch Frenzel, der als bester Deutscher nach dem Springen Platz sieben belegt hatte, lächelte. „Es war unheimlich schwer, an diesem Zug dranzubleiben. Mit dem sechsten Platz bin ich sehr zufrieden, habe jetzt bereits nach drei Wettbewerben die WM-Norm geschafft“, sagte der Oberwiesenthaler. Aufwärts ging es auch mit Kircheisen, der sein erstes Top-Ten-Ergebnis schaffte. dpa

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