Kommentar : Drei-Spiele-Job für Falko Götz

Die Heißmacher und Motivationskünstler – die Feuerwehrmänner – sind aus der Mode gekommen. In der Bundesliga zumindest. Am Tabellenende der Zweiten geht es nur ums Überleben, auch für Aues neuen Trainer Falko Götz.

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Grazil wie einst Jane Fonda: Falko Götz legt sich bei seinem neuen Klub Erzgebirge Aue mächtig ins Zeug.
Grazil wie einst Jane Fonda: Falko Götz legt sich bei seinem neuen Klub Erzgebirge Aue mächtig ins Zeug.Foto: dpa

Sechs Jahre ist es jetzt schon her, dass Falko Götz bei Hertha BSC entlassen wurde. Seitdem ist er über die Dritte Liga nicht hinausgekommen, sein bisher letzter Arbeitgeber war die Nationalmannschaft Vietnams. Am Freitag wird Götz als Trainer ins Olympiastadion zurückkehren – mit Erzgebirge Aue und einem Vertrag über drei Spiele bis zum Saisonende.

Der Klub steht vor dem Absturz in die Dritte Liga und hat sich in seiner Not einem Feuerwehrmann ausgeliefert.

Im großen Fußball sind die Heißmacher und Motivationskünstler etwas aus der Mode gekommen. Auf die langfristige Perspektive kommt es an; ein Trainer mit Konzept wie Hoffenheims Markus Gisdol nimmt dafür sogar den Abstieg billigend in Kauf.

Dass dies in der Zweiten Liga anders ist, hat schon die Rückkehr von Oberbrandmeister Peter Neururer zum VfL Bochum gezeigt. Das Gleiche gilt für Falko Götz. Im Souterrain der Zweiten Liga geht es nicht um den Fußball der Zukunft, hier zählt nur das Überleben, notfalls um jeden Preis. Die finanziellen Einbußen beim Sturz in die Dritte Liga sind so erheblich, dass von einer Chance zum Neuaufbau keine Rede sein kann. Dann lieber altbacken drinbleiben, als modern absteigen.

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