Kommentar : FC Barcelona und der Hunger

0:2 gegen Milan. Nichts zu sehen von Lionel Messi. Niedergeschlagen verließen die Spieler nach der Niederlage in der Champions League den Platz. War es das jetzt mit der Dominanz vom FC Barcelona?

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Der Blick geht nach unten. Die Spieler des FC Barcelona.
Der Blick geht nach unten. Die Spieler des FC Barcelona.Foto: dpa

Die Art und Weise hatte was Historisches. Matt fügte sich der FC Barcelona beim AC Mailand in sein Schicksal. Messi, der beste Fußballer der Welt? Ein 1,68 Meter kleiner Schatten! Am Ende brachten Spaniens Kurzpassmeister keinen ernsthaften Torschuss zustande.

Wer nun glaubt, das Achtelfinal-Hinspiel markiere den Anfang vom Ende der katalanischen Dominanz, der sollte vorsichtig sein. Viele Fakten sprechen dafür nämlich nicht. Die jüngste Hinrunde der spanischen Meisterschaft hat Barcelona mit einem Rekordergebnis beendet: 18 Siege, ein Unentschieden. So gut war kein Team zuvor. Im nationalen Pokal ist man noch vertreten und die Vorrundengruppe in der Champions League wurde standesgemäß gewonnen. Von den Leistungsträgern nähern sich nur die Kapitäne Xavi Hernandez und Carles Puyol dem sportlichen Rentenalter.

Der Rest hat noch einige gute Jahre vor sich. Beim 0:2 in Mailand war davon allerdings nichts zu sehen, die Mannschaft zeigte ihr schwächstes Spiel seit fünf Jahren. Damals war Frank Rijkaard noch Trainer. Dann kam Josep Guardiola. Jener Guardiola, der in wenigen Monaten beim FC Bayern anheuert.

Als Guardiola seinen Abschied aus Barcelona verkündete, wurden all die Titel und Trophäen ihm zugeschrieben. Das stachelte die Mannschaft an, auch wenn man das am Mittwoch nicht gesehen hat. Die Spieler wollen beweisen, dass sie auch ohne ihren Lehrmeister erfolgreich sein können. Motivation und Titelhunger sind noch da. Mailand und die restlichen Konkurrenten sollten sich noch längst nicht in Sicherheit wähnen.

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