Kommentar : In Zukunft bei Takeshi

Anke Myrrhe freut sich auf den Showdown zwischen Lehmann und Kahn.

Und wieder bricht ein Tag an. Zwei Streithähne treten an, die Burg des Fürsten Takeshi zu stürmen. Ein für alle Mal wollen sie hier und heute ihre persönliche Fehde begraben. Als ihnen nichts mehr einfiel, woran sie sich messen konnten, bot ihnen Takeshi Kitano an, ihren Streit auf seiner legendären Burg zu beenden, die schon so viele Kandidaten in der Spielshow im Deutschen Sportfernsehen versucht hatten zu erstürmen.

Und da sind sie nun: General Oliver K. und der Widersacher seines Lebens, General Jens L., und wollen dem Volke endlich beweisen, wer von beiden der Bessere ist. Etwas mehr Weisheit zeigte General K. schon, als er – während General L. noch in die Schlacht zog – bereits zum Kriegsberater berufen ward. Und während sich General L. mit schlechten Umgangsformen im Volke immer unbeliebter machte, gerieten die Ausfälle des General K. mehr und mehr in Vergessenheit. Ach, wie ihm das gefiel. So nutzte General K. die erste Gelegenheit, gegen seinen alten Feind zu wettern: Er möge sich doch auch endlich zur Ruhe setzen, niemand könne wissen, wohin das noch führte. General L. eine Gefahr für sein Heer? Welch Genugtuung.

Nun kämpfen sie: Sie durchqueren ein riesiges Schlammloch, schnappen nach baumelnden Brötchen, überwinden eine senkrechte Wand, klettern vierzig Ministufen hoch, werden in überdimensionale Kegel gesteckt und dürfen nicht umfallen, balancieren auf einem freischwebenden Holzpfad über die Schlucht und singen zum Abschluss Karaoke.

Es ist ein enger Wettkampf, doch beim Rennen im Pferdekostüm siegt General K. ganz knapp. Er erobert die Burg als Erster. Das Volk ist zufrieden. Endlich ist ein Sieger ermittelt. Endlich ist Ruhe. Doch dann, ganz langsam öffnete sich der Mund von General L. und er spricht: „Aber …“

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